Deutsche Steuerberater könnten bald Auslands-Konkurrenz bekommen

Deutsche Steuerberatergesellschaften bekommen womöglich bald zusätzliche Konkurrenz von Kollegen aus dem EU-Ausland. EuGH-Anwalt verweist auf freien Dienstleistungsverkehr

Luxemburg. Die Diesntleistungsfreiheit gilt auch für Steuerberater. Dass eine in einem anderen EU-Mitgliedstaat niedergelassene Steuerberatungsgesellschaft nicht für Mandanten in Deutschland arbeiten dürfe, verstoße gegen den freien Dienstleistungsverkehr, heißt es in den am Donnerstag veröffentlichten Schlussanträgen des Generalstaatsanwaltes am Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.

In dem Rechtsstreit vor dem Bundesfinanzhof geht es um die Weigerung der deutschen Steuerbehörden, eine Steuerberatungsgesellschaft in den Niederlanden für einen Mandanten in Deutschland arbeiten lassen zu dürfen. Weil solch eine Beratung in den Niederlanden nicht reglementiert ist, forderten die Finanzbehörden, dass die Chefs der niederländischen Firma zuvor eine Prüfung als Steuerberater nach deutschem Recht bestehen müssten.

Das Argument der deutschen Bundesregierung, nur ausgebildete Steuerberater mit abgelegter Prüfung könnten Steuerschuldner vor falscher Beratung schützen, ließ Generalanwalt Cruz Villalon nicht gelten. Er verwies darauf, dass nach dem deutschen Steuerberatungsgesetz eine Vielzahl von Berufsgruppen auch ohne Genehmigung oder Anforderungen an ihre Qualifikation zur Hilfe in Steuersachen befugt seien. Villalon nannte dazu unter anderem: Notare, Patentanwälte, Vermögensverwalter, Berufsvereinigungen, Lohnsteuerhilfevereine, Arbeitgeber, inländische Kapitalanlagegesellschaften oder ausländische Kreditinstitute.

Das Urteil wird in einigen Monaten erwartet. Zumeist folgt der Gerichtshof den Schlussanträgen seiner Generalanwälte.

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Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft