Deutsche Steuerberater könnten bald Auslands-Konkurrenz bekommen

Deutsche Steuerberatergesellschaften bekommen womöglich bald zusätzliche Konkurrenz von Kollegen aus dem EU-Ausland. EuGH-Anwalt verweist auf freien Dienstleistungsverkehr

Luxemburg. Die Diesntleistungsfreiheit gilt auch für Steuerberater. Dass eine in einem anderen EU-Mitgliedstaat niedergelassene Steuerberatungsgesellschaft nicht für Mandanten in Deutschland arbeiten dürfe, verstoße gegen den freien Dienstleistungsverkehr, heißt es in den am Donnerstag veröffentlichten Schlussanträgen des Generalstaatsanwaltes am Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.

In dem Rechtsstreit vor dem Bundesfinanzhof geht es um die Weigerung der deutschen Steuerbehörden, eine Steuerberatungsgesellschaft in den Niederlanden für einen Mandanten in Deutschland arbeiten lassen zu dürfen. Weil solch eine Beratung in den Niederlanden nicht reglementiert ist, forderten die Finanzbehörden, dass die Chefs der niederländischen Firma zuvor eine Prüfung als Steuerberater nach deutschem Recht bestehen müssten.

Das Argument der deutschen Bundesregierung, nur ausgebildete Steuerberater mit abgelegter Prüfung könnten Steuerschuldner vor falscher Beratung schützen, ließ Generalanwalt Cruz Villalon nicht gelten. Er verwies darauf, dass nach dem deutschen Steuerberatungsgesetz eine Vielzahl von Berufsgruppen auch ohne Genehmigung oder Anforderungen an ihre Qualifikation zur Hilfe in Steuersachen befugt seien. Villalon nannte dazu unter anderem: Notare, Patentanwälte, Vermögensverwalter, Berufsvereinigungen, Lohnsteuerhilfevereine, Arbeitgeber, inländische Kapitalanlagegesellschaften oder ausländische Kreditinstitute.

Das Urteil wird in einigen Monaten erwartet. Zumeist folgt der Gerichtshof den Schlussanträgen seiner Generalanwälte.

Frankfurt/Derby (APA/Reuters) - Die Pläne zum Verkauf der verlustreichen zivilen Schiffbau-Sparte ermuntern Anleger zum Einstieg bei Rolls-Royce. Die Aktien des britischen Flugzeugtriebwerk-Bauers stiegen am Mittwoch um bis zu 8,5 Prozent auf 926,4 Pence (7,6 Euro). Das ist der größte Kurssprung seit einem halben Jahr.
 

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Möglicher Verkauf von Geschäftsteilen beflügelt Rolls-Royce

Budapest (APA/dpa) - Ungarns rechtsnationale Regierung plant eine neue Strafsteuer für Zivilorganisationen, die Flüchtlingen helfen und ihre Kosten überwiegend durch Unterstützung aus dem Ausland decken. Dies gab der ungarische Innenminister Sandor Pinter am Mittwoch nach einer Regierungssitzung bekannt. Die Steuer werde 25 Prozent betragen.
 

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Ungarns Regierung plant Strafsteuer für Flüchtlingshelfer

New York/Charlotte (North Carolina) (APA/dpa) - Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform macht den großen Banken des Landes weiter zu schaffen. Im Falle des Wall-Street-Hauses Goldman Sachs waren die Belastungen im Schlussquartal derart hoch, dass ein milliardenschwerer Verlust anfiel. Bei der Bank of America halbierte sich der Quartalsgewinn.
 

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US-Steuerreform zieht Goldman Sachs und Bank of America herunter