Kein Engpass an E-Rohstoff Lithium bis 2025

Berlin (APA/dpa) - Die Auto- und die Computerindustrie müssen nach Einschätzung von Experten der deutschen Regierung in den nächsten Jahren nicht um eine ausreichende Versorgung mit dem wichtigen Rohstoff Lithium bangen. Das für viele Elektroauto-Batterien oder Smartphone-Akkus unerlässliche Leichtmetall dürfte bis 2025 ohne größere Probleme verfügbar sein.

Jedenfalls bei Annahme eines optimistischen Szenarios, wie die Deutsche Rohstoffagentur (Dera) am Montag mitteilte. Die Förderländer weiteten ihr Angebot an Lithium aus, was zu einem Überschuss des Elements führen könne. "Es wird langfristig genug Lithium für den Ausbau der Elektromobilität geben."

Vorübergehend seien Situationen möglich, in denen zu wenig Lithium auf den Markt kommt - etwa wenn die E-Mobilität "besonders dynamisch" anlaufen und Förderkapazitäten weniger als erwartet ausgebaut werden sollten. Grundsätzlich nimmt die Dera - sie gehört zur deutschen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) unter der Aufsicht des Wirtschaftsministeriums - aber an, "dass die Versorgung des Lithium-Marktes gesichert ist". Auch wegen der zuletzt stark gestiegenen Preise sollten Unternehmen, deren Produkte Lithium enthalten, den Markt sehr genau beobachten.

Lithium ist ein sogenanntes Alkalimetall. In Akkus und Batterien ist es in geladener (ionisierter) Form wichtig für die Speicherung von Elektrizität. Die Dera schätzt, dass sich der weltweite Bedarf an dem Rohstoff von derzeit etwa 33.000 Tonnen bis zu Jahr 2025 mindestens verdoppelt. Die Agentur berät unter anderem die Wirtschaft dabei, wie sich die Beschaffung strategisch wichtiger Rohstoffe absichern lässt.

Wien (APA) - Der Präsident der staatlichen russischen Eisenbahnen, Oleg Belosjorow, hat am Donnerstag über Fortschritte beim geplanten Bau einer Breitspurbahn bis nach Österreich berichtet. 2018 sei mit internationalen Partnern diesbezüglich eine "gemeinsame Sichtweise" entwickelt worden, erklärte Belosjorow in einer Podiumsdiskussion beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg.
 

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Russlands Eisenbahnchef: Breitspur bis Wien vor "nächster Etappe"

Wien (APA) - US-Sanktionen, Iran-Krise, Brexit, Italien-Krise: Die geopolitischen Risiken sind höher denn je und gefährden den wirtschaftlichen Aufschwung. "Sobald eines der Großrisiken schlagend wird, kann es schnell vorbei sein", warnte der Chefvolkswirt der Industriellenvereinigung (IV), Christian Helmenstein, am Donnerstag.
 

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IV-Helmenstein sieht Digitalisierung als Schutz vor Polit-Risiken

Zürich (APA/sda/awp) - Die Aktien des Schweizer Backwarenkonzerns Aryzta befinden sich am Donnerstag im freien Fall und büßen über einen Viertel an Wert ein. In der Früh hatte das Unternehmen, das seit einiger Zeit in der Krise steckt, überraschend die Umsatzangaben zum dritten Quartal publiziert und dabei die Prognose für den Betriebsgewinn (EBITDA) zurückgenommen.
 

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Aryzta-Aktien brechen nach weiterer Gewinnwarnung massiv ein