Deutsche Regierung kündigt nach US-Zöllen Gespräche mit Washington an

Brüssel/Berlin (APA/AFP) - Nach der US-Entscheidung zur Einführung hoher Zölle auf Waschmaschinen und Solarmodule hat die deutsche Regierung Gespräche mit Washington angekündigt. "Je weniger Zölle wir haben, je weniger Protektionismus wir haben, desto besser es ist für die Bürgerinnen und Bürger", sagte der geschäftsführende Finanzminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag in Brüssel.

Er hoffe, "dass wir in Deutschland bald eine neue und starke Regierung haben". Dies sei Voraussetzung dafür, dass unsere Stimme in Washington auch gehört wird".

Die US-Regierung hatte am Montag hohe Zölle auf den Import von Solarmodulen und Waschmaschinen verhängt - bei Solarmodulen sollen sie bis zu 30 Prozent betragen, bei Waschmaschinen bis zu 50 Prozent. Getroffen werden hierdurch insbesondere Hersteller aus China und Südkorea.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat in der Vergangenheit aber auch den deutschen Exportüberschuss immer wieder kritisiert. Ihr Vorwurf lautet, dass sich Deutschland in unfairer Weise Handelsvorteile verschafft. Der Großteil der Exporte sind Maschine und Anlagen. Die deutsche Regierung hatte sich im vergangenen Jahr aber auch "besorgt" über mögliche Strafzölle im Stahlhandel gezeigt.

Zölle führten dazu, "dass Einfuhren und Produkte in den USA verteuert werden und dass die Konsumenten sich weniger Waschmaschinen und weniger Produkte leisten können", sagte Altmaier beim Treffen der EU-Finanzminister. "Deswegen werden wir mit unseren amerikanischen Kollegen auch darüber reden." Deutschland setzte gleichzeitig weiter auf die Qualität seiner Produkte und die Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft, um seine "Erfolgsgeschichte" als Exportnation fortzuschreiben.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker