Deutsche Reallöhne stiegen so stark wie lange nicht

Wiesbaden - Deutschlands Arbeitnehmer haben dank der Mini-Inflation und kräftiger Lohnabschlüsse deutlich mehr Geld in der Tasche: Die Reallöhne sind 2014 so kräftig geklettert wie seit Jahren nicht mehr.

Die Reallöhne der deutschen Arbeitnehmer sind 2014 so stark gestiegen wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2008. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes führte vor allem die geringe Preissteigerung zu einer Reallohnsteigerung von 1,7 Prozent, wie die Behörde am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Statistiker korrigierten damit ihre vorläufigen Zahlen vom Februar nochmals leicht um 0,1 Prozentpunkte nach oben. 2013 waren die Reallöhne in Deutschland leicht gesunken (minus 0,1 Prozent), 2012 um 0,5 Prozent gestiegen.

Die Nominallöhne kletterten 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent nach 1,4 Prozent 2013 und 2,5 Prozent 2012. Da die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr aber nur um 0,9 Prozent zulegten, hatten die Beschäftigten real deutlich mehr Geld in der Tasche.

Nach den Angaben profitierten vor allem höher qualifizierte Arbeitnehmer von dem kräftigen Lohnanstieg. So war der nominale Verdienstzuwachs der Arbeitnehmer in leitender Stellung mit plus 4,1 Prozent überdurchschnittlich hoch, während die Verdienstanstiege angelernter Beschäftigter (+ 1,5 Prozent) und ungelernter Beschäftigter (+ 1,2 Prozent) deutlich unterhalb der Gesamtentwicklung lagen.

Einschließlich Sonderzahlungen verdienten Vollzeitbeschäftigte 2014 in Deutschland durchschnittlich 46.575 Euro brutto. Die höchsten Durchschnittsverdienste wurden bei Banken und Versicherungen (68.104 Euro) bezahlt sowie im Bereich Information und Kommunikation (63.591 Euro). Die niedrigsten durchschnittlichen Bruttojahresverdienste bekamen Arbeitnehmer im Gastgewerbe mit 26.455 Euro. Die Statistiker betonten jedoch, dass knapp zwei Drittel der Vollzeitbeschäftigten weniger verdienen als den Durchschnittswert. Die anderen werden entsprechend überdurchschnittlich bezahlt.

Brüssel (APA/Reuters/AFP) - Die Europäische Union und Großbritannien haben sich am Donnerstag auch auf eine politische Erklärung zu ihren künftigen Beziehungen verständigt. Eine entsprechende Vereinbarung sei "auf Ebene der Verhandler" erzielt worden, teilte EU-Ratspräsident Donald Tusk in Brüssel mit. Die Zustimmung der EU-Staats- und Regierungschefs sei noch ausständig.
 

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Brexit - Brüssel und London einigten sich auf Zukunftspakt

Hannover (APA/dpa) - Der Zulieferer Continental hat einen millionenschweren Großauftrag des Elektroautoherstellers Sono Motors erhalten. Es gehe um den elektrischen Antrieb für das E-Auto Sion, das 2019 in Serie gehen werde, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit.
 

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Continental erhielt Großauftrag für elektrische Antriebe

Berlin (APA/Reuters) - Der deutsche Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat vor einem weiteren Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland gewarnt. "Die Wachstumsprognosen trüben sich ein", sagte Kramer am Donnerstag beim Deutschen Arbeitgebertag. Im laufenden Jahr dürfte das Wachstum auf 1,5 Prozent sinken, "die im nächsten Jahr voraussichtlich noch unterschritten werden", warnte er.
 

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Deutscher Arbeitgeberchef - Wachstum könnte unter 1,5 % sinken