Deutsche Privatwirtschaft verliert etwas Schwung

Berlin - Die deutsche Wirtschaft büßt auch im April leicht an Tempo ein. Während die Geschäfte bei den Dienstleistern nicht ganz so gut liefen wie zuletzt, ging es in der Industrie wieder etwas bergauf, wie am Freitag aus einer Umfrage unter rund 800 Firmen hervorgeht. Der gemeinsame Markit-Einkaufsmanagerindex fiel leicht um 0,2 auf 53,8 Punkte.

Das Barometer hält sich damit aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. "Auch zu Beginn des zweiten Quartals blieb das Wirtschaftswachstum in Deutschland unspektakulär", sagte Markit-Experte Oliver Kolodseike. Erfreulich sei, dass Aufträge und Beschäftigung zugelegt hätten. Vor allem habe es mehr Bestellungen aus dem Ausland gegeben, etwa aus China, Südeuropa und den USA.
"Überdies hat der Deflationsdruck seinen Höhepunkt wohl überschritten", betonte Kolodseike. Denn die Einkaufspreise seien nur noch minimal zurückgegangen, und die Unternehmen hätten ihre Verkaufspreise erneut leicht erhöht. "Diese Entwicklung dürfte die EZB freuen, nachdem deren Inflationsanreize im März ja verpufft waren." Die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) haben ihre Geldpolitik kräftig gelockert, um die Wirtschaft anzukurbeln und für steigende Preise zu sorgen. Denn auf breiter Front fallende Verbraucherpreise ("Deflation") bremsen die Konjunktur, da sich Konsumenten mit ihren Ausgaben zurückhalten und Firmen ihre Investitionen aufschieben.
Der Markit-Index für die Dienstleister fiel im April überraschend um 0,5 auf 54,6 Punkte. Das Barometer für die Industrie kletterte dagegen um 1,2 auf 51,9 Zähler und damit stärker als von Ökonomen erwartet.

Stuttgart (APA/dpa) - Porsches Finanzchef Lutz Meschke sieht die Profitabilität des Sportwagenbauers wegen des wachsenden Anteils von Elektroautos nicht in Gefahr. Der Sportwagenbauer gilt seit je her als Ertragsperle für den VW-Konzern. Die Rendite, das was vom Umsatz als operativer Gewinn hängen bleibt, lag bei Porsche zuletzt bei 18 Prozent. Das ist weit mehr als bei anderen VW-Marken.
 

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Porsche-Finanzchef sieht Rendite wegen Elektroautos nicht in Gefahr

Berlin (APA/Reuters) - Der Axel-Springer-Konzern erhöht seinen Anteil an der Maklerfirma Homeday. Eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft mit der britischen Immobilienplattform Purplebricks übernehme rund 26 Prozent an dem Berliner Unternehmen, teilte Springer am Montag mit. Das Medienhaus hielt vorher bereits vier Prozent an Homeday.
 

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Springer steigt bei Immobilienplattform Homeday ein

Wien (APA) - Die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung braucht für ihre Ziele rund um das Staatsziel Wirtschaftsstandort eine Zweidrittelmehrheit. Im Nationalrat kann diese mit der SPÖ oder den NEOS hergestellt werden, im Bundesrat nur mit der SPÖ. Die NEOS drücken jetzt jedenfalls einmal die "Stopptaste", weil sie die mit dem Staatsziel zusammenhängenden Pläne einer neuen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nicht goutieren
 

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Staatsziel Wirtschaft - NEOS: "Stopp" wegen UVP-Plänen der Regierung