Deutsche Post will nach Übergangsjahr eine Milliarde mehr Gewinn

Troisdorf/Bonn - Die Deutsche Post will nach einem Rekordergebnis im vierten Quartal die Erträge 2016 um mindestens eine Milliarde Euro steigern. Dabei helfen sollen das boomende Expressgeschäft und die Sanierung der kriselnden Frachtsparte. Diese hatte der Post 2015 einen Gewinneinbruch eingebrockt, die Aktionäre erhalten trotzdem eine stabile Dividende.

Er sei zuversichtlich, "dass wir schon in diesem Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren", sagte Post-Chef Frank Appel am Mittwoch. Denn anders als im "Übergangsjahr" 2015 müsse der Konzern nun nicht mit hohen Sonderbelastungen rechnen, zudem sollen Investitionen neuen Schub geben. Ausdruck des Optimismus sei auch ein bis zu einer Milliarde Euro schweres Aktienrückkaufprogramm, das die Post am Vortag angekündigt hatte.

Im vergangenen Jahr brach der operative Gewinn nach Angaben des Unternehmens auf 2,41 (Vorjahr: 2,97) Mrd. Euro ein. Die Bonner wollen eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 0,85 Euro je Aktie ausschütten. Immerhin konnte der Konzern einen Schlussspurt zum Jahresende mit einem Rekordergebnis hinlegen - dabei half auch eine Paketflut zu Weihnachten. Die Post habe von Oktober bis Dezember ein Ebit von 957 (905) Mio. Euro eingefahren. Sie übertraf damit die Prognosen, Analysten hatten mit 943 Mio. Euro gerechnet. Die Dividende für 2015 hatten sie bei 0,86 Euro erwartet.

2015 lasteten unter anderem Abschreibungen in einer Höhe von gut einer halben Milliarde Euro auf der Bilanz. Im laufenden Jahr soll es nun einen Gewinnsprung auf 3,4 bis 3,7 Mrd. Euro geben. Für Rückenwind sorgt dabei auch die Porto-Erhöhung in Deutschland. Die Post hatte die Preise so deutlich angehoben wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Beim Massenprodukt Standardbrief stieg das Porto etwa von 62 auf 70 Cent.

Die Abschreibungen waren vor allem durch die in weiten Teilen gescheiterte Einführung neuer Datenverarbeitungssysteme in der Frachtsparte nötig geworden. Die mit den Partnern IBM und SAP entwickelten Systeme seien "sehr, sehr kompliziert und am Ende fehlerhaft" gewesen, musste Post-Finanzchef Larry Rosen schon einräumen. Die Rheinländer zogen die Reißleine, bei der IT wagten sie einen Neustart. Im vierten Quartal konnte Appel den operativen Gewinn der Sparte erstmals seit über zwei Jahren wieder steigern - der Konzern sei auf dem "richtigen Weg".

Wien (APA) - Schlechte Arbeitsbedingungen und schwere Umweltbelastungen durch die Leder- und Schuhindustrie bemängeln die NGOs Clean Clothes Kampagne (CCK) und Global 2000. Ein "Label-Check" soll Konsumenten Orientierung beim Schuhkauf liefern und so den ökologischen und sozialen Fußabdruck der Schuhe verringern helfen, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.
 

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NGOs bemängeln Umweltbelastung durch die Leder- und Schuhindustrie

Berlin (APA/Reuters) - Deutschland nähert sich dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge der Hochkonjunktur. Es hob seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 2,0 auf 2,3 Prozent und für 2018 von 2,2 auf 2,5 Prozent an. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", erklärten die Kieler Forscher am Donnerstag.
 

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Institut: Deutschland ist in Richtung Hochkonjunktur unterwegs

Washington (APA/Reuters) - In den USA sind die Weichen für die größte Steuerentlastung seit mehr als drei Jahrzehnten gestellt: Die Republikaner im US-Kongress einigten sich auf einen Gesetzesentwurf, über den noch vor Weihnachten abgestimmt werden soll. Nach fast einem Jahr im Amt wäre die Reform der erste große gesetzgeberische Erfolg für US-Präsident Donald Trump.
 

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Trumps Steuerreform bekommt letzten Schliff - Einigung auf Entwurf