Deutsche Post-Chef Appel verteidigt neues Job-Konzept

Bonn - Die Deutsche Post wehrt sich gegen Vorwürfe, mit der Schaffung von tausenden neuen Arbeitsplätzen in Sub-Gesellschaften Lohndumping betreiben zu wollen. Die Post wolle niemandem etwas "wegnehmen", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Appel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe).

Sein Konzern zahle bei den neuen Stellen "auf der Basis eines von der Gewerkschaft ver.di ausgehandelten Tarifvertrags für die Logistikbranche", sagte Appel.

Die Post hatte in der vergangenen Woche bekannt gegeben, in den nächsten Jahren tausende zusätzliche Jobs im Paketgeschäft in neuen Sub-Gesellschaften zu schaffen. Heute beim Mutterkonzern befristet beschäftigte Mitarbeiter, deren Verträge bald auslaufen, sollen der Post zufolge bevorzugt in den neuen Gesellschaften eingestellt werden.

Die Bezahlung in den Sub-Gesellschaften erfolgt allerdings nicht nach dem Haustarifvertrag der Post, sondern nach regionalen Tarifverträgen der Logistikbranche. Arbeitnehmer verdienen dort in der Regel deutlich weniger als im Mutterhaus. Gewerkschafter warfen dem Konzern deshalb vor, bestehende befristete Arbeitsplätze durch tariflich schlechter gestellte Jobs ersetzen zu wollen.

Appel sagte der Zeitung, dass die Löhne auch bei den neuen Jobs "im Durchschnitt immer noch 50 Prozent über dem Mindestlohn - das heißt im Schnitt bei rund 13 Euro" lägen. "Unsere Sozialpartner sollten im Interesse unserer Mitarbeiter offen sein, darüber zu reden."

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung:
 

Newsticker

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte