Deutsche-Post-Chef: US-Arbeitnehmer zahlen Zeche für Protektionismus

Davos (APA/dpa) - Die neuen US-Strafzölle auf Waschmaschinen und Solarmodule werden nach Ansicht des Deutsche-Post-Chefs Frank Appel vor allem die Bürger in den Vereinigten Staaten treffen. "Wenn die USA noch mehr auf Protektionismus setzen, werden die Leute dann eben von anderen Unternehmen kaufen. Die Zeche zahlen am Ende die Angestellten in den USA", sagte Appel am Dienstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Um wettbewerbsfähig zu sein, müsse ein Land sich vielmehr öffnen und zunächst kräftig investieren. "Infrastruktur, Bildung, offener Markt: Das ist das Rezept für Erfolg."

Appel kritisierte zudem die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump. "Man kann nicht die Steuern senken, wenn man ein gewaltiges Defizit hat." Zuerst müsse der Haushalt in Ordnung gebracht werden. "Die Steuerreform wird sich kurzfristig positiv auswirken, sie erhöht die Kaufkraft. Aber sie repariert die grundlegenden Probleme nicht."

Lob hatte Appel für die Reformen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron parat. Frankreich sei dadurch deutlich wettbewerbsfähiger geworden. "Wenn es Frankreich und Deutschland gut geht, geht es Europa gut", sagte der Manager. Unternehmen müssten zuerst an sich und an ihre Angestellten rund um den Globus denken. So nutze die Globalisierung möglichst vielen Menschen.

Frankfurt (APA/dpa) - Kunden des AUA-Mutterkonzerns Lufthansa drohen die ersten Streiks seit Frühjahr vergangenen Jahres. Im Tarifkonflikt um die rund 1.000 Flugbegleiter bei der Billigtochter Eurowings sind die Fronten so verhärtet, dass die Gewerkschaft Verdi Verhandlungen absagt und sich für Streiks rüstet.
 

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Verdi droht mit Streiks bei Eurowings - "Jederzeit denkbar"

Peking (APA/Reuters) - In die Bemühungen um ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA kommt wieder Bewegung. Die Führung in Peking lieferte US-Regierungskreisen zufolge eine schriftliche Antwort auf die Forderung nach weitreichenden Änderungen in der Handelspolitik.
 

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Wieder Bewegung im Handelsstreit zwischen China und USA

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere war heute, Donnerstag, am 64. Tag des Verfahrens, wieder die Causa Buwog und Linzer Terminal Tower dran. Für Protokollberichtigungsanträge der Verteidiger zu diesen Themen mussten alle Angeklagten dieser Causa, also auch Grasser, wieder vor Gericht erscheinen.
 

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Grasser-Prozess - Protokolle: Vom "Zahlenhecht" zum "Zahlenknecht"