Deutsche Pkw-Maut kommt anscheinend erst Mitte 2020

Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Pkw-Maut soll einem Zeitungsbericht zufolge erst Mitte des Jahres 2020 eingeführt werden. Erst dann sei eine "realistische" und "risikoarme" Inbetriebnahme der Maut möglich, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) unter Berufung auf Regierungskreise. Österreich und die Niederlande wollen vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Maut klagen.

Die Grünen forderten Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf, die "unsinnige" Pkw-Maut zu beenden. Scheuer hatte zuletzt in mehreren Interviews betont, die Pkw-Maut werde in dieser Legislaturperiode eingeführt, wie sein Ministerium mitteilte. Die Legislaturperiode läuft regulär bis Herbst 2021.

Anfang April sagte Scheuer der "FAZ", die Maut sei in der technischen und organisatorischen Umsetzung. "Auf jeden Fall wollen wir die Pkw-Maut in dieser Wahlperiode zum Laufen bringen."

Der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, erklärte, die Pkw-Maut gehöre "in die Tonne". Sie sei rechtlich fragwürdig und haushalterisch unsinnig. Der Grünen-Verkehrsexperte Oliver Krischer ergänzte, die Pkw-Maut sei antieuropäisch und ein Bürokratiemonster. Sie koste den deutschen Steuerzahler bereits jetzt Millionen, obwohl sie noch nicht mal eingeführt ist.

Scheuers Vorgänger Alexander Dobrindt (CSU) habe versprochen, die Maut komme schon 2016, erinnerte Krischer. Der Bundestag beschloss das Projekt im Frühjahr 2017. Mit dem verzögerten Start fehlten im Bundeshaushalt in den kommenden beiden Jahren mindestens 720 Mio. Euro an Einnahmen aus der Pkw-Maut, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Vorgesehen ist, dass Autofahrer für die Benutzung deutscher Autobahnen Vignetten kaufen müssen, deren Preise vom Hubraum und der Umweltfreundlichkeit des Autos abhängen. Die Vignetten soll es für verschiedene Zeiträume geben.

Deutsche Autobesitzer sollen über die Kfz-Steuer entlastet werden. Die EU-Kommission hatte Mitte 2015 ein Vertragsverletzungsverfahren wegen der Pkw-Maut gegen Deutschland eingeleitet, später aber eingestellt, weil durch Nachbesserungen Bedenken einer Diskriminierung aufgehoben worden seien.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen