Deutsche Netzagentur will Mietpreis für Telekom-Leitungen senken

Die Wettbewerber müssen künftig für Mietleitungen der Deutschen Telekom aller Voraussicht nach weniger Geld bezahlen. Ab dem 1. Juli plant die deutsche Bundesnetzagentur eine Absenkung der Entgelte für die Überlassung des Kupferkabels an Hauptverteiler und Kabelverzweiger (grauer Kasten) auf 10,02 Euro beziehungsweise 6,77 Euro pro Monat.

Das kündigte die Behörde am Mittwoch in einem Entscheidungsentwurf an. Die Absenkung fällt allerdings mit 0,17 Euro beziehungsweise 0,02 Euro sehr moderat aus.

Die minimale Reduzierung sei zu niedrig ausgefallen, erklärte der Verband der Wettbewerber VATM. Überall dort, wo sie über keine eigene Infrastruktur verfügen, greifen die Anbieter auf Leitungen des Branchenprimus zurück. Nur so können sie ihre Kunden auf der sogenannten letzten Meile anschließen und Telekommunikationsdienste anbieten. Wenn die EU keine Einwände erhebt, können die Änderungen zur Jahresmitte in Kraft treten.

Die Deutsche Telekom ist Mutter des österreichischen Mobilfunkanbieters T-Mobile.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder