Deutsche Metaller fordern 6 Prozent mehr Geld

Böblingen (APA/dpa) - Mit Forderungen von beiden Seiten haben am Mittwoch die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Deutschland begonnen. Die IG Metall verlangt 5 Prozent mehr Geld und will zudem durchsetzen, dass die Beschäftigten ihre Arbeitszeit auf Wunsch verkürzen können - inklusive finanziellem Zuschuss für bestimmte Gruppen.

In Österreich kam es vergangene Woche wie berichtet zu einem Abschluss bei drei Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung.

Man sei damit "genau am Puls der Zeit", sagte Baden-Württembergs IG-Metall-Chef Roman Zitzelsberger zum Auftakt der Verhandlungen am Nachmittag in Böblingen. Die Menschen in den Betrieben, die heute quasi jeden Flexibilitätsanspruch der Arbeitgeber erfüllten, bräuchten diese Möglichkeit, zum Beispiel um Angehörige zu pflegen oder sich um ihre Kinder zu kümmern.

Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen ab und kündigten an, eigene aufzustellen - zum Beispiel zur Lockerung von Arbeitszeitregeln. Die Mitarbeiter sollten angemessen beteiligt werden, sagte der Vorsitzende der Arbeitgebervereinigung Südwestmetall, Stefan Wolf, "aber nicht in der Form, wie die IG Metall es fordert".

In der Metall- und Elektroindustrie arbeiten in Deutschland rund 3,9 Millionen Menschen. Baden-Württemberg, wo schon häufiger Pilotabschlüsse erzielt worden sind, ist der zweitgrößte Tarifbezirk. Verhandelt wurde am Mittwoch auch in Niedersachsen, an der Küste sowie in Berlin-Brandenburg. Im größten Tarifbezirk NRW beginnen die Gespräche erst am Donnerstag.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte