Deutsche Metaller fordern 6 Prozent mehr Geld

Böblingen (APA/dpa) - Mit Forderungen von beiden Seiten haben am Mittwoch die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Deutschland begonnen. Die IG Metall verlangt 5 Prozent mehr Geld und will zudem durchsetzen, dass die Beschäftigten ihre Arbeitszeit auf Wunsch verkürzen können - inklusive finanziellem Zuschuss für bestimmte Gruppen.

In Österreich kam es vergangene Woche wie berichtet zu einem Abschluss bei drei Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung.

Man sei damit "genau am Puls der Zeit", sagte Baden-Württembergs IG-Metall-Chef Roman Zitzelsberger zum Auftakt der Verhandlungen am Nachmittag in Böblingen. Die Menschen in den Betrieben, die heute quasi jeden Flexibilitätsanspruch der Arbeitgeber erfüllten, bräuchten diese Möglichkeit, zum Beispiel um Angehörige zu pflegen oder sich um ihre Kinder zu kümmern.

Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen ab und kündigten an, eigene aufzustellen - zum Beispiel zur Lockerung von Arbeitszeitregeln. Die Mitarbeiter sollten angemessen beteiligt werden, sagte der Vorsitzende der Arbeitgebervereinigung Südwestmetall, Stefan Wolf, "aber nicht in der Form, wie die IG Metall es fordert".

In der Metall- und Elektroindustrie arbeiten in Deutschland rund 3,9 Millionen Menschen. Baden-Württemberg, wo schon häufiger Pilotabschlüsse erzielt worden sind, ist der zweitgrößte Tarifbezirk. Verhandelt wurde am Mittwoch auch in Niedersachsen, an der Küste sowie in Berlin-Brandenburg. Im größten Tarifbezirk NRW beginnen die Gespräche erst am Donnerstag.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne