Deutsche Metaller fordern 6 Prozent mehr Geld

Böblingen (APA/dpa) - Mit Forderungen von beiden Seiten haben am Mittwoch die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Deutschland begonnen. Die IG Metall verlangt 5 Prozent mehr Geld und will zudem durchsetzen, dass die Beschäftigten ihre Arbeitszeit auf Wunsch verkürzen können - inklusive finanziellem Zuschuss für bestimmte Gruppen.

In Österreich kam es vergangene Woche wie berichtet zu einem Abschluss bei drei Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung.

Man sei damit "genau am Puls der Zeit", sagte Baden-Württembergs IG-Metall-Chef Roman Zitzelsberger zum Auftakt der Verhandlungen am Nachmittag in Böblingen. Die Menschen in den Betrieben, die heute quasi jeden Flexibilitätsanspruch der Arbeitgeber erfüllten, bräuchten diese Möglichkeit, zum Beispiel um Angehörige zu pflegen oder sich um ihre Kinder zu kümmern.

Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen ab und kündigten an, eigene aufzustellen - zum Beispiel zur Lockerung von Arbeitszeitregeln. Die Mitarbeiter sollten angemessen beteiligt werden, sagte der Vorsitzende der Arbeitgebervereinigung Südwestmetall, Stefan Wolf, "aber nicht in der Form, wie die IG Metall es fordert".

In der Metall- und Elektroindustrie arbeiten in Deutschland rund 3,9 Millionen Menschen. Baden-Württemberg, wo schon häufiger Pilotabschlüsse erzielt worden sind, ist der zweitgrößte Tarifbezirk. Verhandelt wurde am Mittwoch auch in Niedersachsen, an der Küste sowie in Berlin-Brandenburg. Im größten Tarifbezirk NRW beginnen die Gespräche erst am Donnerstag.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

Newsticker

Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

Newsticker

Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

Newsticker

Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen