Deutsche Metall-Arbeitgeber halten an 38-Stunden-Woche im Osten fest

Stuttgart (APA) - Im Südwesten Deutschlands ist der Metall-Tarifkonflikt beendet, doch im Osten bleibt ein wichtiges Problem vorerst ungelöst. Die Arbeitgeber lehnen weiterhin eine Angleichung der Arbeitszeit von derzeit 38 auf 35 Stunden wie im Westen ab.

"Der Osten braucht diesen Wettbewerbsvorteil weiterhin. Die längere Arbeitszeit muss bleiben", sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger am Dienstag nach dem Pilot-Abschluss von Stuttgart.

Die IG Metall beharrt hingegen auf einer belastbaren Verhandlungsverpflichtung zum Arbeitszeitthema. Diese müsse nun in den regionalen Übernahmeverhandlungen erreicht werden, sagte der Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, Oliver Höbel. Ein Streik der IG Metall zur Erzwingung der 35-Stunden-Woche im Osten war 2003 gescheitert.

Die in Stuttgart vereinbarten Möglichkeiten zur individuellen Arbeitszeitverkürzung könnten auf höherer Basis problemlos auf den Osten übertragen werden, sagte Dulger. Ob darüber hinaus in den kommenden Jahren verbindlich über eine Angleichung der Wochenarbeitszeit an den Westen gesprochen werde, sei Sache der regionalen Mitgliedsverbände.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder