Deutsche Maschinenbauer erwarten auch 2016 Stagnation

Düsseldorf - Der als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Maschinenbau mit mehr als einer Million Beschäftigten wird auch im kommenden Jahr als Wachstumsmotor ausfallen. "Für 2016 rechnen wir vor dem Hintergrund vieler Unwägbarkeiten abermals mit Nullwachstum", sagte der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Reinhold Festge, laut Redetext auf dem Maschinenbaugipfel am Dienstag in Berlin.

Die Welt befinde sich in unruhigem Fahrwasser, Kriege und Bürgerkriege fänden zum Teil direkt vor der europäischen Haustür statt. "Die Krisen nehmen zu und ihre Auswirkungen sind oft auch tausende Kilometer entfernt zu spüren", sagte Festge. Zudem gebe es unerwartet schwache Märkte. "Wir sehen auch, dass zunehmend große Fragezeichen hinter das Zusammenwachsen Europas gesetzt werden.

Seit Monaten ächzen die Maschinenbauer unter den Belastungen wie die an Schwung verlierende Wirtschaft in China oder den Geschäftsausfall in Russland, den sie durch positive Effekte etwa in den USA nicht mehr ausgleichen können. Der Branchenverband kassierte daher Mitte Juli seine Prognose für 2015. "Nun deuten die Zahlen darauf hin, dass wir bei Auftragseingang, Produktion und Beschäftigung das Vorjahresniveau halten können", sagte Festge. In dem schwierigen Umfeld sei das zumindest eine anerkennenswerte Leistung.

Der VDMA-Präsident appellierte zudem an die Bundesregierung, bürokratische Hürden bei der Öffnung des Arbeitsmarktes für Flüchtlinge abzubauen. "Von der Politik fordere ich klare und auch umsetzbare Regelungen zur Integration von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt", sagte Festge. Die Industrie brauche junge Arbeitskräfte.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte