Deutsche Kommunen waren vor Fusion von Karstadt und Kaufhof

Essen/Wien (APA/Reuters) - Der Städte- und Gemeindebund warnt vor einem Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof. Eine solche Fusion sei eine Riesengefahr, sagte Norbert Portz, Städtebau-Experte des Kommunalverbandes, der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. "Damit droht ein großer Brocken aus dem Mosaik des Innenstadtbilds herauszubrechen."

Der österreichische Karstadt-Eigner Signa, hinter dem der Investor Rene Benko steht, will den Konkurrenten Kaufhof übernehmen. Vergangene Woche legte Signa eine drei Milliarden Euro schwere Offerte bei der Kaufhof-Mutter, dem nordamerikanischen Konzern Hudson's Bay (HBC), vor. Aus beiden Konzernen könnte dann ein Warenhaus-Riese entstehen.

Kaufhof kämpft mit Umsatzrückgängen und Verlusten, gleichwohl hat HBC zuletzt erklärt, an der Tochter festhalten zu wollen. Sollte es zu einer Fusion kommen, rechnen Experten mit der Schließung jeder zweiten der rund 180 Filialen von Kaufhof und Karstadt. Neue attraktive Nutzer zu finden, sei schwierig bis unmöglich, sagte Portz vom Städte- und Gemeindebund. "Und es nützt auch nichts, wenn Billigläden einziehen." Den Eigentümern von Kaufhof und Karstadt warf er vor, sie verweigerten das Gespräch über die Folgen für die betroffenen Städte. "Die Eigentümer müssen in die Verantwortung genommen werden."

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"