Deutsche Kommunen waren vor Fusion von Karstadt und Kaufhof

Essen/Wien (APA/Reuters) - Der Städte- und Gemeindebund warnt vor einem Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof. Eine solche Fusion sei eine Riesengefahr, sagte Norbert Portz, Städtebau-Experte des Kommunalverbandes, der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. "Damit droht ein großer Brocken aus dem Mosaik des Innenstadtbilds herauszubrechen."

Der österreichische Karstadt-Eigner Signa, hinter dem der Investor Rene Benko steht, will den Konkurrenten Kaufhof übernehmen. Vergangene Woche legte Signa eine drei Milliarden Euro schwere Offerte bei der Kaufhof-Mutter, dem nordamerikanischen Konzern Hudson's Bay (HBC), vor. Aus beiden Konzernen könnte dann ein Warenhaus-Riese entstehen.

Kaufhof kämpft mit Umsatzrückgängen und Verlusten, gleichwohl hat HBC zuletzt erklärt, an der Tochter festhalten zu wollen. Sollte es zu einer Fusion kommen, rechnen Experten mit der Schließung jeder zweiten der rund 180 Filialen von Kaufhof und Karstadt. Neue attraktive Nutzer zu finden, sei schwierig bis unmöglich, sagte Portz vom Städte- und Gemeindebund. "Und es nützt auch nichts, wenn Billigläden einziehen." Den Eigentümern von Kaufhof und Karstadt warf er vor, sie verweigerten das Gespräch über die Folgen für die betroffenen Städte. "Die Eigentümer müssen in die Verantwortung genommen werden."

Leverkusen/St. Louis (APA/dpa) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann mit der Integration des übernommenen US-Saatgutunternehmens Monsanto beginnen. Mit dem nun vollzogenen Verkauf von Geschäftsteilen an den deutschen Konkurrenten BASF sind die Voraussetzungen erfüllt, wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Bayer ist bereits seit dem 7. Juni alleiniger Eigentümer von Monsanto.
 

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Bayer beginnt mit Monsanto-Integration

New York/Palo Alto (Kalifornien) (APA/Reuters) - Tesla-Chef Elon Musk und seinem Unternehmen drohen nach Einschätzung von Rechtsexperten keine drakonischen Strafen für die womöglich voreilige Ankündigung eines Börsenabschieds per Twitter.
 

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Experten - Tesla-Chef kann auf Milde der Börsenaufsicht hoffen

Wolfsberg (APA) - Das australische Unternehmen European Lithium, das auf der Koralpe im Süden Österreichs Lithium abbauen möchte, ist auf Investorensuche. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft (AG) und ein Listing im amtlichen Handel an der Wiener Börse seien geplant, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Seit Oktober 2017 notiert European Lithium bereits am Dritten Markt der Wiener Börse.
 

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European Lithium will in amtlichen Handel an Wiener Börse