Deutsche Kommunen waren vor Fusion von Karstadt und Kaufhof

Essen/Wien (APA/Reuters) - Der Städte- und Gemeindebund warnt vor einem Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof. Eine solche Fusion sei eine Riesengefahr, sagte Norbert Portz, Städtebau-Experte des Kommunalverbandes, der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. "Damit droht ein großer Brocken aus dem Mosaik des Innenstadtbilds herauszubrechen."

Der österreichische Karstadt-Eigner Signa, hinter dem der Investor Rene Benko steht, will den Konkurrenten Kaufhof übernehmen. Vergangene Woche legte Signa eine drei Milliarden Euro schwere Offerte bei der Kaufhof-Mutter, dem nordamerikanischen Konzern Hudson's Bay (HBC), vor. Aus beiden Konzernen könnte dann ein Warenhaus-Riese entstehen.

Kaufhof kämpft mit Umsatzrückgängen und Verlusten, gleichwohl hat HBC zuletzt erklärt, an der Tochter festhalten zu wollen. Sollte es zu einer Fusion kommen, rechnen Experten mit der Schließung jeder zweiten der rund 180 Filialen von Kaufhof und Karstadt. Neue attraktive Nutzer zu finden, sei schwierig bis unmöglich, sagte Portz vom Städte- und Gemeindebund. "Und es nützt auch nichts, wenn Billigläden einziehen." Den Eigentümern von Kaufhof und Karstadt warf er vor, sie verweigerten das Gespräch über die Folgen für die betroffenen Städte. "Die Eigentümer müssen in die Verantwortung genommen werden."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte