Deutsche Kommunen waren vor Fusion von Karstadt und Kaufhof

Essen/Wien (APA/Reuters) - Der Städte- und Gemeindebund warnt vor einem Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof. Eine solche Fusion sei eine Riesengefahr, sagte Norbert Portz, Städtebau-Experte des Kommunalverbandes, der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. "Damit droht ein großer Brocken aus dem Mosaik des Innenstadtbilds herauszubrechen."

Der österreichische Karstadt-Eigner Signa, hinter dem der Investor Rene Benko steht, will den Konkurrenten Kaufhof übernehmen. Vergangene Woche legte Signa eine drei Milliarden Euro schwere Offerte bei der Kaufhof-Mutter, dem nordamerikanischen Konzern Hudson's Bay (HBC), vor. Aus beiden Konzernen könnte dann ein Warenhaus-Riese entstehen.

Kaufhof kämpft mit Umsatzrückgängen und Verlusten, gleichwohl hat HBC zuletzt erklärt, an der Tochter festhalten zu wollen. Sollte es zu einer Fusion kommen, rechnen Experten mit der Schließung jeder zweiten der rund 180 Filialen von Kaufhof und Karstadt. Neue attraktive Nutzer zu finden, sei schwierig bis unmöglich, sagte Portz vom Städte- und Gemeindebund. "Und es nützt auch nichts, wenn Billigläden einziehen." Den Eigentümern von Kaufhof und Karstadt warf er vor, sie verweigerten das Gespräch über die Folgen für die betroffenen Städte. "Die Eigentümer müssen in die Verantwortung genommen werden."

Wien/Frankfurt (APA/Reutes/dpa) - Der neue Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing greift durch: Laut verschiedenen internationalen Medienberichten will er sich von rund 10.000 Mitarbeitern, also einem Zehntel der Belegschaft, trennen und den Aktienhandel massiv eindampfen.
 

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Deutsche Bank streicht wohl 10.000 Jobs - Auch in Wien Kündigungen

Paris (APA/AFP) - Mehrere Jahre nach einem aufsehenerregenden Angriff auf Konzernverantwortliche von Air France sind ehemalige Mitarbeiter der Fluggesellschaft zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. In drei Fällen bestätigte das Pariser Berufungsgericht mit drei- bis viermonatigen Strafen am Donnerstag ein Urteil aus dem Jahr 2016.
 

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Frühere Air-France-Mitarbeiter nach Angriff auf Manager verurteilt

Zürich/Chur (APA/sda) - SwissLeaks soll eine neue Onlineplattform heißen, die schon bald als sichere Anlaufstelle für Schweizer Whistleblower fungieren will. Die Plattform wurde vor dem Hintergrund eines Baukartell-Skandals initiiert.
 

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SwissLeaks will Anlaufstelle für Schweizer Whistleblower werden