Deutsche Kollektivvertragslöhne steigen 2017 stärker als die Preise

Berlin (APA/Reuters) - Die Löhne von rund 17 Millionen tariflich Beschäftigten in Deutschland sind 2017 stärker gestiegen als in den beiden Vorjahren. Sie legten einschließlich Sonderzahlungen um durchschnittlich 2,3 Prozent zum Vorjahr zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag nach ersten Berechnungen mitteilte.

2016 gab es ein Plus von 2,0 Prozent, 2015 von 2,1 Prozent. 2014 fiel der Zuwachs mit 3,2 Prozent besonders deutlich aus.

Die Tarifverdienste steigen damit das sechste Jahr in Folge kräftiger als die Preise, was die Kaufkraft der Beschäftigten erhöht. Nach Prognose des Sachverständigenrates wird die Inflationsrate in diesem Jahr bei 1,7 Prozent liegen. Allerdings waren die realen Lohnzuwächse in den vergangenen Jahren höher, weil die Teuerungsrate wegen niedriger Ölpreise stark gedrückt wurde. 2016 etwa lag sie bei 0,5 Prozent, 2015 sogar nur bei 0,3 Prozent.

Im kommenden Jahr verhandeln die DGB-Gewerkschaften für rund 9,7 Millionen Beschäftigte einer Übersicht des WSI-Instituts zufolge über neue Tarifverträge. Die größten Branchen sind die Metaller mit rund 3,9 Millionen Beschäftigten, der öffentliche Dienst von Bund und Gemeinden (2,5 Millionen), das Bauhauptgewerbe (700.000) und die Chemische Industrie (530.000).

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden