Satte Strafe: Kartellwächter verdonnern Edelstahlfirmen

Wien/Linz (APA) - Das deutsche Bundeskartellamt hat gegen sechs Edelstahlunternehmen, einen Branchenverband und zehn verantwortliche Personen eine Geldstrafe von in Summe rund 205 Mio. Euro wegen illegaler Preisabsprachen und des Austauschs wettbewerblich sensibler Informationen verhängt, wie die Behörde heute, Donnerstag, mitteilte. Die voestalpine diente als Kronzeuge und geht daher straffrei aus.

Das Kartellverfahren wurde mit einer branchenweiten Razzia im November 2015 infolge eines Kronzeugenantrags des oberösterreichischen Stahlkonzerns, zu dem der ehemals eigenständige Edelstahlerzeuger Böhler-Uddeholm gehört, eingeleitet. "In Anwendung der Bonusregelung des Bundeskartellamtes wird gegen die voestalpine keine Geldbuße verhängt", erklärte die Behörde.

Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich um die ArcelorMittal Commercial Long Deutschland GmbH (Köln), die Dörrenberg Edelstahl GmbH (Engelskirchen), die Kind & Co. Edelstahlwerke GmbH & Co.KG (Wiehl), die Saarstahl AG (Völklingen), die Schmidt + Clemens GmbH + Co. KG (Lindlar) und die Zapp Precision Metals GmbH (Schwerte). Weiters abgestraft wurde die zwischenzeitlich aufgelöste Edelstahl-Vereinigung e.V. Gegen vier weitere Unternehmen und einen Verband dauern die Ermittlungen laut Bundeskartellamt noch an.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen