Deutsche Jenoptik verliert österreichischen Großaktionär

Die heimische Immo-Gruppe ECE hat ihren Anteil am deutschen Technologiekonzern Jenoptik versilbert. Durch den Verkauf der 10,5-prozentigen Beteiligung sammelten die Österreicher gut 70 Mio. Euro ein. Die sechs Millionen Aktien der ECE seien über Nacht zu 11,90 Euro an institutionelle Investoren vor allem aus dem europäischen Ausland gekauft worden, teilte Jenoptik am Mittwoch mit.

Durch den Ausstieg von ECE steige der Streubesitz auf 89 Prozent.

ECE will sich nach eigenen Angaben wieder auf das angestammte Immobiliengeschäft konzentrieren und nutzte den zuletzt gestiegenen Aktienkurs. Im ersten Quartal hatten Jenoptik-Titel 21,5 Prozent an Wert gewonnen und damit etwas mehr als der TecDax mit 17,8 Prozent. ECE spezialisiert sich auf Bürohäuser in Mittel- und Osteuropa und ist mehrheitlich im Besitz der Privatstiftung Humer.

Die 935.000 Jenoptik-Aktien im Besitz von Mitgliedern der Familie Humer würden weiter gehalten, teilte Jenoptik mit. Rudolf Humer ist Aufsichtsratsvorsitzender der Jenoptik. Er und die übrigen der ECE nahestehenden Aufsichtsratsmitglieder sollen laut ECE-Angaben ihre Funktionen bis zur Hauptversammlung im Juni ausüben.

DZ-Bank-Analyst Dirk Schlamp zeigte sich von dem Abschied des Großaktionärs überrascht. Dieser Schritt sei aber nicht als negatives Signal im Hinblick auf die Geschäftslage bei Jenoptik zu werten. "Die fundamentale Situation bleibt hiervon unberührt." Allerdings könnte nun der Einfluss des Landes Thüringen auf den Konzern steigen. Denn das Bundesland ist mit elf Prozent über die Thüringer Industriebeteiligungs GmbH & Co. KG an Jenoptik beteiligt. Thüringen wolle an seinem Engagement festhalten, teilte Jenoptik mit. Der Konzern ist 1991 aus dem damaligen Kombinat VEB Carl Zeiss Jena hervorgegangen.

Die im TecDax gelisteten Titel fielen in der Spitze zwar um bis 6,8 Prozent auf 11,74 Euro. Zu Mittag notierten sie mit 12,07 Euro aber schon wieder über dem Platzierungspreis.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los