Deutsche Inflationsrate verharrt im September bei 0,8 Prozent

(Reuters) - Billigere Energie hält die Inflationsrate in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 0,8 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Die Teuerungsrate blieb damit den dritten Monat in Folge auf diesem Niveau. Noch niedriger lag sie zuletzt im Februar 2010, als die Wirtschaft mit den Nachwehen der weltweiten Finanzkrise zu kämpfen hatte.

Die Europäischen Zentralbank (EZB) spricht nur beim Werten knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Um einen für die Wirtschaft schädlichen Preisverfall auf breiter Front in der Euro-Zone zu verhindern, hat sie ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. Außerdem pumpt sie Milliarden an billigem Geld in die Wirtschaft.

Die geringe Inflation in Deutschland geht in erster Linie auf fallende Energiepreise zurück. Diese sanken um 2,2 Prozent im Vergleich zum September 2014, wobei vor allem Heizöl, Benzin und Diesel günstiger zu haben waren. Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen um 0,9 Prozent, die Nettokaltmieten um 1,4 Prozent.

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sagt für dieses Jahr eine durchschnittliche Teuerungsrate von rund 1,25 Prozent voraus. 2015 soll sie bei gut 1,5 Prozent liegen. "Die Kaufkraftverluste durch Inflation bleiben niedrig", sagte IW-Direktor Michael Hüther. Im zweiten Quartal hatten die Löhne um 2,3 Prozent zugelegt - fast doppelt so stark wie die Verbraucherpreise.

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren