Deutsche Industrie will Kanada unbedingt im NAFTA-Abkommen sehen

Berlin (APA/AFP) - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat auf die Mitgliedschaft Kanadas in einem neu verhandelten nordamerikanischen Freihandelsabkommen gedrungen. Es müsse "im eigenen Interesse der USA sein, dass Kanada unbedingt Teil der Vereinbarungen wird", erklärte BDI-Präsident Dieter Kempf am Donnerstag. Andernfalls drohe der Wirtschaftsraum in der Region zu zersplittern.

Zwar mache die vorläufige Einigung zwischen den USA und Mexiko "Hoffnung auf ein Ende der handelspolitischen Spannungen" in Nordamerika, erklärte Kempf. Wegen internationaler Wertschöpfungsketten müsse es aber "mit einem NAFTA-Nachfolgeabkommen weitergehen", also mit einer Vereinbarung, die alle drei Länder umfasst.

Am Montag hatten sich die USA mit Mexiko auf eine bilaterale Neufassung des Drei-Länder-Freihandelsabkommens geeinigt. Kanada hatte die beiden Länder zunächst verbliebene Unstimmigkeiten klären lassen. Derzeit sind die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada in der entscheidenden Phase. Sie sollten am Donnerstag auf Ministerebene fortgesetzt werden.

Der BDI forderte zudem Verbesserungen des bereits neu ausgehandelten Regelwerks. Eine Laufzeit von nur 16 Jahren und Anpassungsmöglichkeiten des Abkommens alle sechs Jahre sorgten für "massive Rechtsunsicherheit", kritisierte Kempf. Unternehmen benötigen für dauerhafte und umfangreiche Investitionen klarere Bedingungen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

Newsticker

Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

Newsticker

Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

Newsticker

Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen