Deutsche Industrie will Kanada unbedingt im NAFTA-Abkommen sehen

Berlin (APA/AFP) - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat auf die Mitgliedschaft Kanadas in einem neu verhandelten nordamerikanischen Freihandelsabkommen gedrungen. Es müsse "im eigenen Interesse der USA sein, dass Kanada unbedingt Teil der Vereinbarungen wird", erklärte BDI-Präsident Dieter Kempf am Donnerstag. Andernfalls drohe der Wirtschaftsraum in der Region zu zersplittern.

Zwar mache die vorläufige Einigung zwischen den USA und Mexiko "Hoffnung auf ein Ende der handelspolitischen Spannungen" in Nordamerika, erklärte Kempf. Wegen internationaler Wertschöpfungsketten müsse es aber "mit einem NAFTA-Nachfolgeabkommen weitergehen", also mit einer Vereinbarung, die alle drei Länder umfasst.

Am Montag hatten sich die USA mit Mexiko auf eine bilaterale Neufassung des Drei-Länder-Freihandelsabkommens geeinigt. Kanada hatte die beiden Länder zunächst verbliebene Unstimmigkeiten klären lassen. Derzeit sind die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada in der entscheidenden Phase. Sie sollten am Donnerstag auf Ministerebene fortgesetzt werden.

Der BDI forderte zudem Verbesserungen des bereits neu ausgehandelten Regelwerks. Eine Laufzeit von nur 16 Jahren und Anpassungsmöglichkeiten des Abkommens alle sechs Jahre sorgten für "massive Rechtsunsicherheit", kritisierte Kempf. Unternehmen benötigen für dauerhafte und umfangreiche Investitionen klarere Bedingungen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte