Deutsche Industrie erwartet 2015 einen Wachstumsschub

Hannover - Die deutsche Industrie rechnet in diesem Jahr mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr voraussichtlich um rund zwei Prozent steigen, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo am Montag auf der Hannover Messe. "Der niedrige Ölpreis, der günstige Wechselkurs und der starke private Konsum treiben die Konjunktur an."

Bisher war der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) von einem Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Die meisten Forschungsinstitute rechnen für 2015 ebenfalls mit einem Plus von 2 Prozent, während die deutsche Regierung noch von 1,5 Prozent ausgeht. 2014 war die Summe der in Deutschland erzeugten Güter und Dienstleistungen um 1,6 Prozent gewachsen.

Der BDI rief dazu auf, den Rückenwind der Konjunktur für Investitionen zu nutzen. Die Beschlüsse der Koalition zur Aufstockung der Mittel in den kommenden drei Jahren um 15 Mrd. Euro seien richtig. Sie würden aber nicht ausreichen und könnten die Probleme nicht beheben. "Von der großen Koalition erwarten wir jetzt Konzepte und Konsequenz", sagte Grillo. Als Beispiele nannte er die weitere Umsetzung der Energiewende und die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Schwerpunkt der weltgrößten Industrieschau in diesem Jahr ist die digitale Vernetzung der Maschinen und Produkte.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht