Deutsche Industrie mit Rückenwind - "Störfaktoren" in Sicht

Berlin (APA/Reuters) - Die deutsche Industrie ist mit Rückenwind in die zweite Jahreshälfte gestartet. "Produktion und Auftragseingang wurden wieder stärker gesteigert als im Juni", erklärte das IHS-Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Juli-Umfrage unter Hunderten Betrieben. Der Einkaufsmanagerindex kletterte dadurch um 1,0 auf 56,9 Punkte. Das Barometer signalisiert ab 50 ein Wachstum.

"Die hohen Zuwachsraten von Anfang des Jahres wurden jedoch nicht erreicht", ergänzte das Institut. "Sorgenfalten bereiten vielen Umfrageteilnehmern nach wie vor die Ungewissheiten im Zusammenhang mit möglichen Zöllen und Handelsbarrieren", warnte Markit-Ökonom Phil Smith vor zu viel Euphorie. "Auch ein weiterer signifikanter Anstieg der Einkaufspreise sowie der anhaltend hohe Druck auf die Lieferketten aufgrund der Engpässe bei den Zulieferern stellen potenzielle Störfaktoren für weiteres Wachstum dar."

In der Euro-Zone legte die Industrie im Juli ebenfalls zu, allerdings nur leicht. Hier kletterte der Einkaufsmanagerindex um 0,2 auf 55,1 Zähler. "Der zweitniedrigste Wert seit über eineinhalb Jahren liefert wahrlich keinen Grund zur Freude – ist doch das Produktionswachstum in den letzten beiden Monaten so schwach ausgefallen wie seit Ende 2016 nicht mehr", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Und es droht noch Schlimmeres: Selbst diese abgeschwächte Produktionssteigerung übertraf noch immer den Zuwachs an Neuaufträgen." Die Schlussfolgerung daraus könne eigentlich nur sein, dass die Unternehmen die Produktion in den nächsten Monaten nach unten anpassen müssen, sofern die Nachfrage nicht wieder anziehe.

"Laut Umfrageteilnehmern spiegelt die Abkühlung die Besorgnis über einen Handelskrieg, Zölle und steigende Preise sowie die generelle Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung wider", erklärte Williamson. Folglich wurden die Geschäftsaussichten so wenig optimistisch bewertet wie seit über zwei Jahren nicht mehr.

Berlin (APA/Reuters) - Deutschland will Belgien im Winter Strom liefern und damit einen drohenden Blackout im Nachbarland verhindern. "Wir haben uns gemeinsam vorgenommen, die Stromversorgung in Belgien zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen", sagte der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier am Dienstag nach einem Treffen mit seiner belgischen Kollegin Marie-Christine Marghem in Berlin.
 

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Deutschland hilft Belgien nach Ausfall von Reaktoren mit Strom

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der deutsche Großhandelskonzern Metro weitet sein Angebot digitaler Hilfen für Gastronomen aus und will damit besser mit ihnen ins Geschäft kommen. Mehr als 100.000 Gastronomiebetriebe in 14 Ländern nutzten bereits das Angebot des Konzerns, kostenlos Seiten im Internet einzurichten, sagte Metro-Chef Olaf Koch am Dienstag.
 

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Metro will Gastronomen neue Digital-Services anbieten

New York (APA/Reuters) - Die Erfolgsserie der großen Wall-Street-Banken hält an. Nachdem zuletzt bereits zahlreiche US-Institute glänzen konnten, standen ihnen am Dienstag Goldman Sachs und Morgan Stanley mit ihren Quartalsergebnissen in nichts nach. Allerdings litten alle US-Institute unter dem vergleichsweise schwachen Handel an den globalen Anleihemärkten im Sommer.
 

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Goldman Sachs und Morgan Stanley können glänzen