ifo - Deutsche Industrie setzt auf steigende Exporte

Die deutschen Industriebetriebe rechnen dem Münchener ifo-Institut zufolge mit besseren Geschäften im Ausland. Die Export-Erwartungen seien im November auf 6,3 Saldenpunkte gestiegen, teilten die Forscher am Donnerstag zu ihrem neuen Konjunkturindikator mit. "Der sinkende Euro-Kurs scheint die Exporte in einigen Branchen und Ländern zu stützen", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Die Exportaussichten hätten sich vor allem in einigen Schlüsselbranchen verbessert - im Maschinenbau, der Elektrontechnik sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung. "Insbesondere in der Metallbranche stieg der Saldo auf den höchsten Stand seit April 2011."

Die Wechselkursentwicklung komme jedoch noch nicht allen Branchen gleichermaßen zugute. Im Fahrzeugbau blickten die Unternehmer skeptisch auf ihr Auslandsgeschäft. Auch in vielen kleineren Branchen hätten die Erwartungen etwas nachgegeben.

Der Exportindikator beruht auf einer monatlichen Ifo-Umfrage unter rund 2.700 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Die Firmen schätzen darin ihre Exporterwartungen für die nächsten drei Monate ein. Die Planungen können "zunehmen", "gleich bleiben" oder "abnehmen". Der Saldowert entspricht der Differenz der Prozentanteile der Antworten "zunehmen" und "abnehmen".

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne