Deutsche Industrie fürchtet durch EU-Steuerpläne um Firmengeheimnisse

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fürchtet durch die EU-Pläne gegen Steuervermeidung durch Großkonzerne die Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen.

Durch die öffentliche Aufschlüsselung von Gewinnen und Steuerangaben nach Ländern drohten deutschen und europäischen Unternehmen Wettbewerbsnachteile, erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber am Dienstag. "Mitbewerber werden durch die Veröffentlichungspflicht sensibler Unternehmensdaten auf Unternehmensstrukturen und Margen schließen."
Vor allem, wenn ein Unternehmen nur ein Großprojekt in einem Land verantworte, könnten Konkurrenzen aus aller Welt "die Projektstrukturen der erfolgreichen Unternehmen aus Europa" erkennen, erklärte Kerber. Er kritisierte auch zusätzliche Kosten und bisher unklare Fristen der Berichtspflicht für die Unternehmen. Aus Deutschland wären dem BDI zufolge 1.200 Firmen betroffen.
Die EU-Kommission stellt am Dienstagnachmittag in Straßburg ihre Pläne vor, die Großunternehmen die Vermeidung von Steuerzahlungen durch die internationale Verschiebung von Gewinnen erschweren sollen. Konzerne mit einem Umsatz über 750 Mio. Euro würden dabei verpflichtet, ihre Steuerzahlungen und Gewinne nach Ländern aufgeschlüsselt offenzulegen.
Dies soll für alle in der EU tätigen Unternehmen dieser Größenordnung gelten. Betroffen sind damit etwa auch rund tausend Firmen aus Asien. Auch Gewinne außerhalb Europas würden von der Veröffentlichungspflicht erfasst, nach Ländern müssten sie dort aber nur im Falle von Steueroasen aufgeschlüsselt werden. Sonst können die außereuropäischen Finanzdaten gebündelt angegeben werden.

Wien (APA) - Ab kommendem Jahr soll es für die Gründung einer GmbH künftig nicht mehr nötig sein, dass alle Gesellschafter persönlich zum Abschluss des Gesellschaftsvertrags beim Notar erscheinen. Hingegen will es das Justizministerium ermöglichen, einen oder mehrere Gesellschafter per Video zuzuschalten. So soll die Gründung einer GmbH erleichtert werden, berichtete das Ö1-"Morgenjournal" am Mittwoch.
 

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GmbH-Gründer sollen ab 2019 nicht mehr persönlich zum Notar

Berlin (APA/dpa) - Menschen, die in Deutschland jahrelang ohne Arbeit auf die Unterstützung Hartz IV angewiesen sind, sollen künftig staatlich bezuschusste Jobs bekommen können. Das sieht ein Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vor, den die Regierung in Berlin beschloss.
 

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Staatlich geförderte Jobs für Langzeitarbeitslose in Deutschland

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Genossenschaftsbanken in Deutschland spüren noch keine gravierenden Auswirkungen durch den Handelsstreit oder die zähen Brexit-Verhandlungen. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen und der Kosten zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen stelle sich die Finanzgruppe aber für 2018 auf einen leichten Gewinnrückgang ein, so Vorstandsmitglied Andreas Martin vom Branchenverband BVR am Mittwoch.
 

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Deutsche Genossenschaftsbanken erwarten heuer leichten Gewinnrückgang