Deutsche Industrie wächst nur noch minimal

Berlin (APA/Reuters) - Der Einkaufsmanagerindex ist laut Markit-Umfrage im September um 1,1 auf 50,3 Punkte gefallen.

Berlin Die deutsche Industrie wächst kaum noch. Der Einkaufsmanagerindex fiel im September um 1,1 auf 50,3 Punkte, wie das Markit-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter rund 400 Unternehmen mitteilte. Damit rutschte das Barometer auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten ab. Es hält sich nur noch knapp über der Marke von 50 Zählern, ab der ein Wachstum zum Vormonat signalisiert wird.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten 51,2 Punkte vorausgesagt. Die Aufträge schrumpften erstmals seit Juni 2013 wieder, was die Aussichten eintrübt. "Es bleibt abzuwarten, ob die Industrie tatsächlich in eine Krise schlittert oder ob es sich nur um eine kurze Wachstumsdelle handelt", sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike.

Während der exportabhängigen Industrie die vielen internationalen Krisen wie der Konflikt mit Russland zu schaffen machen, können die Dienstleister auf einen robusten Binnenmarkt bauen. Deren Einkaufsmanagerindex kletterte um 0,5 auf 55,4 Punkte. Hier hatten Ökonomen nur mit 54,6 Zählern gerechnet. Allerdings schätzten die Dienstleister ihre Aussichten so schlecht ein wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Kolodseike macht dafür die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro je Stunde im Jänner 2015 verantwortlich.

Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - kletterte um 0,3 auf 54,0 Punkte. "Auch der Stellenaufbau gewann nochmals an Tempo - was allerdings ausschließlich auf den florierenden Servicesektor zurückzuführen war", sagte Kolodseike.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne