Deutsche Fondsbranche verwaltete 2017 erstmals 3 Billionen Euro

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Boomende Börsen und kräftige Nachfrage nach Fonds im Zinstief haben der Fondsbranche in Deutschland das beste Jahr ihrer Geschichte beschert. Ende 2017 verwalteten die Fondsgesellschaften die Rekordsumme von 3,0 (Vorjahr: 2,8) Billionen Euro, wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) am Montag in Frankfurt mitteilte.

Damit setzte sich der seit 2011 anhaltende Aufwärtstrend fort. Auch das Jahr 2018 sei gut angelaufen.

Unter dem Strich steckten Anleger 2017 wieder deutlich mehr frisches Geld in Investmentfonds als ein Jahr zuvor: Netto sammelten die Anbieter 160 (103) Mrd. Euro ein. Nur im Jahr 2015 war das Neugeschäft nach BVI-Angaben noch erfolgreicher (193 Mrd. Euro).

Erneut floss der Großteil der neuen Gelder (88,1 Mrd. Euro) in Spezialfonds, in die vor allem Versicherer und Pensionskassen investieren. Ein Treiber dabei: die private Altersvorsorge. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der rund 1,6 Billionen Euro, die die heimische Branche in Spezialfonds verwaltet, sind der Altersvorsorge zuzuordnen.

Aber auch Publikumsfonds, die breitere Anlegerschichten ansprechen, sammelten 71,8 Mrd. Euro ein und damit deutlich mehr als vor Jahresfrist (rund 7 Mrd. Euro). Steigende Aktienkurse lockten Anleger an die Börsen: Nachdem im Vorjahr aus reinen Aktienfonds netto 1,7 Mrd. Euro abgeflossen waren, steckten Anleger 2017 unter dem Strich 18,2 Mrd. Euro frische Gelder in solche Fonds.

Besonders beliebt sind dabei börsengehandelte Indexfonds (ETF), die einen Index nachbilden und nicht aktiv gemanagt werden. Wegen vergleichsweise geringer Gebühren sind ETFs zunehmend gefragt. Der Gebührendruck in der Branche werde anhalten, "nicht zuletzt durch das Wachstum der ETFs", sagte BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch