Deutsche Firmen ignorieren Verpflichtung zu mehr Frauen in Chefetagen

Berlin - Viele deutsche Unternehmen tun so, als gäbe es das neue Gesetz zur Frauenquote gar nicht. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Befragung durch den Verein Frauen in die Aufsichtsräte (Fidar).

Danach haben 54 Prozent der Unternehmen, die sich laut Gesetz selbst ein Ziel für die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsrat und Vorstand geben müssten, bisher noch keine entsprechende Zielgröße formuliert. Und sie planen dies auch nicht in näherer Zukunft. Erst 24 Prozent der Unternehmen haben sich den Angaben zufolge bereits ein konkretes Ziel gesteckt. 21 Prozent gaben an, man habe zwar bisher keine Zielgröße beschlossen, die Einführung sei aber demnächst vorgesehen.

Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe in Führungspositionen war am 1. Mai in Kraft getreten. Es schreibt bei Neubesetzungen in den Aufsichtsräten von 100 Großunternehmen eine starre Frauenquote von 30 Prozent ab 2016 vor. Gibt es nicht genügend Frauen im Aufsichtsrat, bleibt der zu besetzende Stuhl leer. Mehr als 4.000 weitere Unternehmen müssen sich selbst im kommenden September ein eigenes Ziel für die Erhöhung des Frauenanteils geben. Nach einem Jahr soll es für sie erstmals eine Überprüfung geben. Sanktionen sind hier aber bisher nicht vorgesehen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor