Deutsche Firmen ohne Betriebsrat und Tarif verweigern oft Mindestlohn

München (APA/dpa) - Deutsche Betriebe ohne Betriebsrat und Tarifvertrag unterlaufen einem Medienbericht zufolge besonders häufig den Mindestlohn. In solchen Firmen erhalten 18,6 Prozent der Beschäftigten den gesetzlich vorgeschrieben Mindestlohn nicht, ergab eine Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Das sind mehr als fünf Mal so viele wie in Betrieben mit Arbeitnehmervertretung und Tarifvertrag. Dort lag die Quote der Mindestlohn-Umgehungen 2016 bei 3,2 Prozent, heißt es in der Montagsausgabe der "Süddeutschen Zeitung".

Verstöße gegen das Mindestlohngesetz kommen dem Bericht über die WSI-Studie zufolge vor allem in Branchen mit vielen Kleinbetrieben und Minijobs vor.

So bekamen demnach 2016 rund 43 Prozent der Beschäftigten in privaten Haushalten weniger als den Mindestlohn - wohl, weil die Einhaltung dort kaum zu kontrollieren ist. Im Hotel- und Gaststättengewerbe betrug die Umgehungsquote 38 Prozent, im Einzelhandel 20 Prozent.

Die Angaben beruhen auf einer Auswertung des sozio-ökonomischen Panels; dabei werden jährlich etwa 30.000 Menschen in fast 11.000 Haushalten zu ihrer Arbeit und ihrem Verdienst befragt. Der Mindestlohn gilt seit Jänner 2015.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte