Deutsche Finanzaufsicht BaFin kämpft für deutsches Bankenmodell

Frankfurt am Main - Die deutsche Finanzaufsicht BaFin will sich im Rahmen der einheitlichen europäischen Bankenaufsicht für Eigenheiten des deutschen Finanzmarkts starkmachen. "Sinnvolle nationale Besonderheiten verdienen es, als solche anerkannt und behandelt zu werden", sagte der neue BaFin-Chef Felix Hufeld am Mittwoch in Frankfurt.

Dazu zähle beispielsweise das deutsche Drei-Säulen-Modell - das Nebeneinander von privaten, genossenschaftlichen und öffentlichen Banken.

"Es ist oft schwierig, unseren ausländischen Kollegen die Charakteristika dieses Modells zu vermitteln", sagte Hufeld bei seinem ersten großen öffentlichen Auftritt als BaFin-Präsident. Es sei wichtig, dass Vertreter von BaFin und Bundesbank zusammen mit internationalen Kollegen in den gemischten EZB-Aufsichtsteams sitzen, die den deutschen Geldhäusern auf die Finger schauen. Hufeld hat Anfang März die Leistung der BaFin von Elke König übernommen, die nun Chefin der neuen europäischen Behörde zur Abwicklung maroder Banken in Brüssel ist.

Für die Beaufsichtigung der größten deutschen Banken ist seit November die Europäische Zentralbank (EZB) zuständig. Hufeld will sich dafür einsetzen, dass die EZB bei der Kontrolle der Banken deren unterschiedliche Risikoprofile berücksichtigt. "Vereinheitlichung darf nicht in Gleichmacherei umschlagen und Regulieren nicht mit Planieren verwechselt werden."

Hufeld sprach sich zudem dafür aus, sich in den kommenden Jahren stärker auf die Umsetzung der beschlossenen Regeln zu konzentrieren, statt eine Vielzahl neuer Vorschriften auf den Weg zu bringen. "Es gibt keinen ungezügelten Appetit, immer mehr und immer mehr zu machen", sagte der BaFin-Chef. Für die Banken und auch für die Aufsichtsbehörden sei es schwer, wenn sich die Ziele immer wieder veränderten. "Da wünscht man sich ein klein wenig mehr Kontinuität", sagte Hufeld. Eine völlige Regulierungs-Pause, die von manchen Bankern gefordert wird, sei jedoch nicht realistisch.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

Newsticker

Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

Newsticker

Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

Newsticker

IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen