Deutsche Fahnder haben sich tausende Steuerhinterzieher vorgeknöpft

Die deutsche Finanz nimmt sich weiterhin Steuerhinterzieher vor, die ihr Schwarzgeld in der Schweiz bunkern. Bisher wurden 2.000 Verfahren gegen UBS-Kunden wegen Steuer-CD allein bei Staatsanwaltschaft Bochum eingeleitet.

Frankfurt/Zürich. Zahlreiche Kunden der Schweizer Großbank UBS sind nach dem Kauf einer Steuer-CD durch Nordrhein-Westfalen ins Visier der Strafverfolger geraten. Die Bochumer Staatsanwaltschaft habe bereits rund 2.000 Verfahren eingeleitet, sagte Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht.

Davon seien bisher 340 Verfahren gegen Geldauflagen von insgesamt 16,4 Mio. Euro eingestellt worden. Hinzu kommen Steuernachzahlungen. Nur ganz wenige der Steuerhinterzieher seien zu Haftstrafen von höchstens einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Rund 400 Verfahren in Bochum sind laut Bienioßek noch offen, die übrigen wurden ohne Auflagen eingestellt oder an Staatsanwaltschaften außerhalb von Nordrhein-Westfalen abgegeben.

Die Staatsanwaltschaft Bochum führt das Verfahren seit Ende 2012, nachdem Nordrhein-Westfalen eine CD gekauft hatte, die bei der UBS gestohlen worden war. Dem Bericht zufolge geht es um ein Anlagevermögen von 3,5 Mrd. Schweizer Franken (3,20 Mrd. Euro). Im Sommer 2014 kaufte sich die UBS aus einem Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung frei. Die Einigung mit der Staatsanwaltschaft Bochum kostete die größte Schweizer Bank rund 300 Mio. Euro - die höchste Strafe, die ein Schweizer Geldhaus bis dahin in Deutschland bezahlt hat.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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