Deutsche Exporteure hoben Wachstumsprognose für 2015 an

Berlin - Die deutschen Exporteure heben ungeachtet des VW -Skandals und der schwachen Weltkonjunktur ihre Wachstumsprognose an. 2015 dürften die Ausfuhren um bis zu 6 Prozent auf knapp 1,2 Billionen Euro zulegen, sagte der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) am Dienstag voraus. Bisher waren 4,5 Prozent erwartet worden.

Die Importe sollen um 4 Prozent auf 947 Mrd. Euro steigen. "Damit erreichen sowohl die Aus- als auch die Einfuhren neue Rekordwerte", erklärte BGA-Präsident Anton Börner. Er sei zuversichtlich, dass die Rekordjagd im nächsten Jahr trotz der sich abkühlenden Weltkonjunktur weitergehe - vor allem wegen der guten Nachfrage in klassischen Absatzmärkten wie den EU-Ländern und den USA.

"Keinen nachhaltigen Schaden für den guten Ruf deutscher Produkte sehe ich durch den VW-Skandal", ergänzte Börner. "Die deutsche Wirtschaft besteht glücklicherweise nicht nur aus einem großen Autokonzern, sondern aus einer Vielzahl überwiegend mittelständischer Unternehmen, die davon nicht betroffen sind." Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW gehe aber nicht spurlos an den Kunden vorbei. "Nur mit einer restlosen Aufklärung lässt sich ein Imageschaden für den Standort Deutschland vermeiden."

Der BGA sieht ungeachtet der insgesamt guten Aussichten zahlreiche Stolpersteine. "Wir dürfen uns nicht von den schönen Zahlen täuschen lassen", sagte Börner. So beobachte er mit Sorge die Entwicklung Chinas, wo die Wirtschaft in diesem Jahr so langsam wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr wachsen dürfte. Zudem sei eine Lösung der Russland-Krise nicht absehbar. Auch auf den arabischen Raum blickt die Wirtschaft mit Besorgnis. Er sei einer der interessantesten Absatzmärkte für deutsche Produkte. "Mit den sicherheitspolitischen Risiken und dem niedrigen Ölpreis hat sich dies jedoch radikal verändert." Ebenso sei die Euro-Krise noch nicht ausgestanden.

Rüsselsheim/Frankfurt (APA/Reuters) - Bei Opel in Deutschland sollen nach derzeitigen Plänen des französischen Mutterkonzerns PSA nach Informationen des Betriebsrats bis zum Ende des Jahrzehnts 3.700 der rund 19.000 Stellen wegfallen. "Die haben uns einen Abbauplan vorgelegt bis 2020, dass sie 3.700 Arbeitsplätze abbauen wollen", sagte Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug heute, Freitag, in Frankfurt.
 

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Opel - Betriebsrat: PSA will 3.700 Stellen in Deutschland streichen

Wien/Linz (APA) - Im Hotel- und Gastgewerbe verdient rund jeder Zweite - konkret 48 Prozent - brutto weniger als 1.700 Euro im Monat für Vollzeitarbeit. Für 29 Prozent war in dieser Branche 1.500 Euro der Maximallohn. Das berichtete der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich Johann Kalliauer in einer Pressekonferenz am Freitag in Linz.
 

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Im Hotel- und Gastgewerbe verdient jeder Zweite unter 1.700 Euro

Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will bei ihren Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump in der kommenden Woche eine Eskalation im Handelsstreit verhindern. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach heute, Freitag, in Berlin von einer "Angelegenheit großer Dringlichkeit".
 

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Merkel will Eskalation im Handelsstreit mit USA vermeiden