Deutsche Exporteure peilen Rekord in China-Handel an

Berlin (APA/dpa) - China bleibt trotz reduzierter Wachstumsziele für den deutschen Außenhandel ein Boommarkt. "Auch in diesem Jahr wachsen die Exporte deutscher Produkte nach China zweistellig", sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Obwohl der chinesische Regierungschef für dieses Jahr nur noch ein Wachstumsziel von etwa sieben Prozent ausgegeben habe, peilen die deutschen Exporteure laut DIHK ein Rekordjahr an.

Eine immer wohlhabendere Mittelschicht strebe nach besserer Gesundheitsversorgung und erhöhe die Nachfrage nach hochwertigen Konsumgütern sowie Automobilen. Hinzu komme die Ankündigung der chinesischen Regierung, konsequenter in grüne Technologien zu investieren. "Gerade auf diesen Feldern haben deutsche Anbieter eine hervorragende Stellung im Markt", sagte Treier.

China ist im vergangenen Jahr in der Rangliste der wichtigsten Exportländer für deutsche Produkte dem DIHK zufolge auf Rang vier vorgerückt und hat damit die Niederlande auf den fünften Platz verdrängt. Insgesamt hätten deutsche Ausfuhren ins Reich der Mitte um rund elf Prozent auf mehr als 74 Mrd. Euro zugenommen. Die deutschen Ausfuhren insgesamt seien 2014 um 3,7 Prozent gestiegen.

Die chinesische Wirtschaft hatte schon 2014 mit 7,4 Prozent so langsam zugelegt wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht und das bisherige Ziel von 7,5 Prozent verfehlt.

Peking (APA/dpa) - Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen China und den USA hat in Peking am Montag der jährliche EU-China-Gipfel begonnen. Im Mittelpunkt der Beratungen von EU-Spitze und der chinesischen Führung stehen die Sorgen vor einem Handelskrieg, die stockenden Verhandlungen über ein Investitionsschutzabkommen, die Forderung der EU nach mehr Marktöffnung in China sowie die geplante Reform der Welthandelsorganisation (WTO).
 

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EU-China-Gipfel berät über Handelskonflikt und Investitionsabkommen

Peking (APA/Reuters/dpa) - In China hat sich das Wirtschaftswachstum leicht abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft legte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent zu, wie am Montag vorgelegte offizielle Daten zeigen. Mit dieser Rate hatten Volkswirte auch gerechnet.
 

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Chinas Wirtschaftswachstum schwächt sich etwas ab

Peking (APA/dpa) - Erstmals seit Jahren haben die EU und China in Handelsfragen wieder Fortschritte gemacht. Vor dem Hintergrund eines drohenden Handelskrieges mit den USA gaben beide auf ihrem Gipfel am Montag in Peking den seit vier Jahren nur langsam vorankommenden Verhandlungen über ein Investitionsabkommen neuen Schwung.
 

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EU und China machen erstmals wieder Fortschritte in Handelsfragen