Deutsche Exporte in OPEC-Staaten fallen wegen Ölpreis-Verfalls

Wiesbaden (APA/Reuters) - Der sinkende Ölpreis drückt die deutschen Exporte in die OPEC-Staaten. Im November brachen die Ausfuhren in die zwölf Mitgliedsländer des Ölkartells um mehr als 7 Prozent auf knapp 2,8 Mrd. Euro ein, während sie insgesamt um 1,4 Prozent stiegen. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor.

"Der Verfall der Ölpreise drückt unsere Exporte in viele rohstoffreiche Länder", sagte der Außenwirtschaftschef des Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Das ist ein deutlicher Fingerzeig, dass sich die Ölpreisschwäche in unserer Exportstatistik niederschlägt." Wegen fehlender Milliarden aus dem Ölgeschäft schieben viele Förderstaaten Investitionen auf, auch Unternehmen zögern.

Die wegen sprudelnder Einnahmen aus dem Ölverkauf ("Petro-Dollar") lange boomenden Staaten dürften in diesem Jahr kaum zum Wachstum der deutschen Exporte beitragen. "Der Preis wird sich in den kommenden Monaten nicht signifikant erholen", sagte Treier. "Wir erwarten deshalb allenfalls ein schwaches Exportwachstum knapp über der Nulllinie in die Region Mittlerer und Naher Osten plus Nordafrika." Bisher hatte der DIHK mit einem Plus im zweistelligen Prozentbereich gerechnet.

Ein Fass Öl kostet derzeit rund 50 Dollar (44,5 Euro) und damit weniger als die Hälfte des Niveaus aus dem Sommer 2014. Die Ausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate gingen um fast 22 Prozent im Vergleich zum November 2013 auf 933 Mio. Euro zurück. Die nach Libyen sanken sogar um 27 Prozent, die in den Irak um 23,5 Prozent und die nach Kuwait um 4,4 Prozent. Auch die Exporte nach Saudi-Arabien schrumpften, wenn auch mit 0,4 Prozent nur leicht. "Saudi-Arabien hat natürlich riesige Währungsreserven und kann so die Einnahmeverluste wettmachen", erklärte Treier. "Wir rechnen daher nicht mit einem Stopp von Projekten."

Trotz der Rückgänge überwiegen dem DIHK zufolge unter dem Strich die positiven Effekte. "Das wird von anderen Regionen überkompensiert, die durch den niedrigeren Ölpreis an Kaufkraft gewinnen und bei den Kosten entlastet werden", so Treier. "Dadurch wird die Nachfrage nach deutschen Waren in rohstoffarmen Schwellenländern wie China, Indien oder der Türkei steigen - aber auch in Industrieländern wie den USA und vielen europäischen Staaten."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro