Deutsche Ermittler zerschlagen kriminelle Internet-Handelsplätze

Wiesbaden/Sarajevo - Deutsche Sicherheitsbehörden haben zusammen mit Ermittlern in sechs weiteren europäischen Ländern ein Netzwerk krimineller Internet-Handelsplattformen zerschlagen. Die Aktion habe sich gegen Betreiber sogenannter Darknet-Foren gerichtet, über die unter anderem Waffen, Drogen, gefälschte Ausweise, ausgespähte Daten und illegale Dienstleistungen wie das Hacken von Computern angeboten worden seien.

Wie die Ermittler der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft und des Bundeskriminalamts (BKA) am Montag erklärten, fand die Aktion bereits am Dienstag und Mittwoch vergangener Woche statt. Durchsucht wurden 69 Wohnungen und Firmen in Deutschland, Litauen, Russland, den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz sowie Bosnien-Herzegowina.

Dabei wurden der 27-jährige mutmaßliche Hauptbetreiber in Bosnien-Herzegowina sowie zwei 21- und 29-jährige Netzwerk-Administratoren in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen festgenommen. Neben Beweismitteln wurden Vermögenswerte von 150.000 Euro beschlagnahmt. Dazu stellten die Ermittler auch zwei sogenannte Bitcoin-Tresore sicher.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, drei Foren für die sogenannte Underground Economy (Untergrund-Wirtschaft) betrieben zu haben, über die Kriminelle Dienstleistungen und Waren anboten. Das BKA und die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft sprachen von einem "bedeutenden Schlag gegen die deutschsprachige Underground-Economy-Szene".

Ebenfalls festgenommen wurde drei Männer aus Niedersachsen im Alter von 19 bis 28 Jahren, die Drogengeschäfte über die Handelsplattformen abgewickelt haben sollen. Bei zweien von ihnen stellten die Fahnder 36 Kilogramm Amphetamin, 2,3 Kilogramm Ecstasy, 1,5 Kilogramm Kokain und zwei Kilo Haschisch im Verkaufswert von 250.000 Euro sicher.

Die Beamten beschlagnahmten zudem Computer-Server in Frankreich, Litauen, Russland und den Niederlanden. Über diese Geräte wurden die kriminellen Internet-Marktplätze betrieben.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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