Deutsche Energiewirtschaft warnt vor Kapazitäts-Engpässen

Hannover (APA/dpa) - Trotz großer Fortschritte beim Ausbau von Ökostrom drohen aus Sicht der deutschen Energiewirtschaft in einigen Jahren Engpässe bei der Versorgung. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) pocht daher auf den Bau konventioneller Kraftwerke.

"Weitere Kohlekraftwerke können in den 2020er Jahren nur vom Netz genommen werden, wenn CO2-arme Ersatzkapazitäten geschaffen werden", mahnte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer am Montag auf der Hannover Messe.

Obwohl die Produktion klimafreundlichen Ökostroms in Deutschland ein Allzeithoch erreicht habe, drohe 2030 eine Unterdeckung bei der gesicherten Leistung. "Dem bis 2023 zu erwartenden Zubau an Kraftwerkskapazität in Höhe von etwa 4.400 Megawatt stehen bereits absehbare und schon erfolgte Stilllegungen mit einer Kapazität von rund 18.600 Megawatt gegenüber - ein sattes Minus", sagte Kapferer. Von den zurzeit 52 Neubauprojekten für Kraftwerke seien nur 14 im Bau. Und für die 22 geplanten Gas- und sechs Pumpspeicherkraftwerke sei eine Realisierung angesichts der Marktlage überaus fraglich.

"Wir haben eine Menge geplanter Gaskraftwerke, aber bauen tut fast keiner", sagte Hauptgeschäftsführer Kapferer. Mit dem Überschuss an "gesicherter Leistung" werde es bis 2023 vorbei sein. Als Ersatz für Kohlekraftwerke würden dann verstärkt Gaskraftwerke gebraucht, die weniger Kohlendioxid ausstoßen. Zudem seien ein beschleunigter Netzausbau sowie mehr Investitionen in Speichertechnologien nötig.

Bei steigendem Ökostrom sinkt der Anteil an konventioneller Stromerzeugung und damit an gesicherter Leistung. Kritiker befürchten, dass weniger konventionelle Kapazitäten zu Nachteilen bei der Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Deutschland führen.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

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Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

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Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

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Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen