Deutsche DZ Bank bestätigt Durchsuchung wegen Cum-Ex-Geschäften

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Mitte Juli die deutsche DZ Bank im sogenannten Cum-Ex-Skandal durchsucht. Eine Sprecherin des Zentralinstituts der Volks- und Raiffeisenbanken bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Demnach waren am 11. Juli zwei Dutzend Ermittler wegen Aktiengeschäften zulasten des Fiskus im Einsatz.

Die DZ Bank soll den Staat mit diesen Börsengeschäften nach Berechnungen der Finanzbehörden um 131 Mio. Euro geschädigt haben. Laut "SZ" hat die zweitgrößte Deutsche Bank inklusive Zinsen inzwischen 149 Mio. Euro an den Fiskus gezahlt und damit den Schaden ausgeglichen. Die Staatsanwaltschaft wollte sich nicht äußern.

Ermittelt wird gegen vier Börsenhändler des Instituts. Zwei der vier Händler hat die DZ Bank schon vor Längerem fristlos gekündigt. Von ihnen verlangt die Bank nach eigenen Angaben Schadenersatz. Bei den anderen beiden Verdächtigen soll eine Trennung rechtlich bisher nicht möglich gewesen sein. Sie sollen aber längst in anderen Bereichen arbeiten. Die DZ Bank hat ihren Angaben zufolge den Eigenhandel mit Aktien bereits 2012 eingestellt.

Bis 2012 hatten zahlreiche Banken und Börsenhändler beim Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende eine Regelungslücke ausgenutzt. Insgesamt soll der deutsche Fiskus dadurch Schätzungen zufolge um mehr als 10 Mrd. Euro betrogen worden sein. Deutschlandweit laufen zahlreiche Ermittlungen, die viele Banken aus dem In- und Ausland betreffen. Bei der DZ Bank flogen mutmaßlich kriminelle Deals bei einer Prüfung durch die Finanzbehörden im Jahr 2013 auf. 2016 hat die Bank sämtliche auch mit Hilfe externer Prüfer erstellten Untersuchungsberichte den Behörden zur Verfügung gestellt. Diese Berichte reichten den Ermittlern aber offenbar nicht aus, weshalb es nun zu der Razzia bei der DZ Bank kam.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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