Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.

Der bisher gültige Negativrekord aus dem Jahr 1947 wurde in Bayern um zwei Zentimeter unterschritten und sank auf 2,28 Meter, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Regensburg am Dienstag mitteilte. Das entspricht einer Fahrrinnentiefe von 1,38 Metern. Bei großen Fahrgastschiffen komme es schon bei Tiefen von weniger als zwei Metern zu Einschränkungen, bei Fahrrinnentiefen unterhalb von eineinhalb Metern stehe auch die Güterschifffahrt still.

Nur Sportbootfahrer konnten sich am Wochenende auf dem betroffenen Donauabschnitt fortbewegen, viele größere Schiffe mussten noch am Dienstag in den Häfen ausharren. Ihnen bleibe nichts anderes übrig, als auf viel Regen zu hoffen. Die Lage hatte sich nach Niederschlägen nur leicht entspannt. Der Pegel stieg Dienstagfrüh um zehn Zentimeter, war zu Mittag aber schon wieder im Fallen begriffen.

Laut Wasserstraßen-Gesellschaft viadonau wurden im August zwar auch in Österreich Rekordtiefststände gemessen, jedoch "für die Schifffahrt wird die internationale Wasserstraße Donau in Österreich bei Niederwasser nicht gesperrt", hieß es auf APA-Anfrage. Allerdings können Güterschiffe dann aufgrund der geringen Fahrwassertiefen zumeist deutlich weniger Ladung aufnehmen.

Sperren wegen Niedrigwasser seien ihm nicht erinnerlich, sagte Andreas Herkel von viadonau, der österreichische Abschnitt der Donau werde wenn, dann wegen Eis oder Hochwasser gesperrt. "Dass wir Niederwasser haben, ist keine Besonderheit, dass wir im August Niederwasser haben, hingegen schon. Der ausbleibende Niederschlag und die Hitzeperiode bilden dafür unterstützende Faktoren."

Die Auslastung von Schiffen an der österreichischen Donau betrug laut viadonau im Juli/August in den vergangenen Jahren im Schnitt etwas über 60 Prozent. "Wir gehen derzeit davon aus, dass es zu weiteren zehn bis 30 Prozent Einbußen im Vergleich zu Jahren mit durchschnittlichen Fahrwasserbedingungen (in den heißen Sommermonaten) kommen kann."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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