Deutsche Chemiebranche erwartet 2016 nur leichte Belebung

Die einstige Wachstumslokomotive China wird für die deutsche Chemieindustrie zum Bremsklotz. "2016 ist wegen des geringen Industriewachstums nur mit einer schwach steigenden Nachfrage nach Chemikalien in Deutschland zu rechnen", sagte Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie, Dienstagabend in Frankfurt. Sorgen bereite auch die Entwicklung in China.

Für das laufende Jahr rechnet Deutschlands drittgrößter Industriezweig - bei leicht rückläufigen Erzeugerpreisen - nur noch mit einem Umsatzplus von 0,5 Prozent, nachdem noch im Dezember ein Umsatzplus von 1,5 Prozent in Aussicht gestellt worden war. Die Chemikalienpreise dürften voraussichtlich um 0,5 Prozent fallen während bisher mit einer Stagnation gerechnet worden war. Auch die Erwartungen an die Chemieproduktion in Deutschland dämpfte der VCI auf ein Plus von 1 von bisher 1,5 Prozent.

Sorgen machen vor allem die Auslandsmärkte, wie VCI-Hauptgeschäftsführer Tillmann ausführte. So habe sich die Konjunktur in den USA und China abgekühlt, aus wichtigen Schwellenländern wie Russland und Brasilien kämen keine Impulse. In Deutschland profitiere die Branche kaum von dem vor allem vom privaten Konsum getriebenen Wirtschaftswachstum.

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