Deutsche Bundesregierung erwartet stabiles Wirtschaftswachstum

Berlin - Die deutsche Wirtschaft wird nach Erwartung der Bundesregierung im kommenden Jahr ähnlich stark wachsen wie heuer. In einem am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Bericht für die EU-Kommission wird 2016 mit einem BIP-Plus von 1,6 Prozent nach 1,5 Prozent in diesem Jahr gerechnet.

Auch in den Folgejahren erwartet die deutsche Regierung demnach ein solides Wirtschaftswachstum und eine durchgängig positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. So dürfte die Zahl der Erwerbstätigen bis 2019 auf etwa 43,1 Millionen von 42,8 Millionen Personen in diesem Jahr steigen.

Als Folge der guten Konjunktur erwartet die Regierung in Berlin eine schnellere Sanierung der Staatsfinanzen. Bereits 2016 und damit ein Jahr früher als bisher geplant soll der Schuldenstand aller öffentlichen Kassen unter die Marke von 70 Prozent des BIP fallen. Ende 2014 lag die Schuldenstandsquote noch bei 74,7 Prozent des BIP. Spätestens bis 2023 soll sie unter die EU-Grenze von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) fallen.

Der zuvor massive Anstieg der Staatsverschuldung auf gut zwei Billionen Euro hatte insbesondere mit der Finanzkrise von 2008 und 2009 zu tun, als Deutschland Milliardensummen für die Bankenrettung einsetzte. Auch der deutsche Anteil an den Hilfen für Euro-Krisenländer hat Einfluss auf die Staatsverschuldung.

Aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums sieht sich die deutsche Wirtschaft allerdings auch mit zahlreichen Risiken konfrontiert. Dazu zählten die Schuldenkrise in Griechenland, der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die angespannte Situation im Nahen Osten. Grund zum Pessimismus sieht das Ministerium in seinem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht aber nicht. "Insgesamt sprechen die Konjunkturindikatoren dafür, dass sich der Aufschwung in einem moderaten Tempo fortsetzen wird", heißt es in seiner Analyse.

München (APA/Reuters) - Siemens will beim Aufbau einer groß angelegten Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Europa helfen. Der deutsche Industriekonzern beteiligt sich mit 10 Millionen Euro an dem schwedischen Start-up-Unternehmen Northvolt, das dort in den nächsten Jahren eine Batteriefabrik bauen will, wie beide Firmen am Freitag in München mitteilten.
 

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Siemens beteiligt sich an Bau von Batteriefabrik in Schweden

Stuttgart (APA/Reuters) - Daimler könnte vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nach einem Bericht des "Spiegel" zum Rückruf von mehr als 600.000 Dieselfahrzeugen verdonnert werden. Das KBA gehe dem Verdacht nach, dass bei diesen Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen die Wirkung der Abgasreinigung manipulierten, berichtete das Magazin am Freitag.
 

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Daimler droht Massenrückruf wegen Diesel

Wien/Sattledt (APA) - Der Diskonter Hofer plant in Maxglan in Salzburg den Bau seiner Osteuropa-Zentrale mit rund 350 Jobs im Endausbau, berichten die "Salzburger Nachrichten" am Freitag. Hintergrund für den Neubau sei, dass der derzeitige Hofer-Bürostandort mit 170 Mitarbeitern aus allen Nähten platze. Der neue Bürokomplex mit über 10.000 Quadratmetern Nutzfläche soll einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.
 

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Diskonter Hofer plant Osteuropa-Zentrale in Salzburg mit 350 Jobs