Deutsche Bundesbank: Europas Firmen setzen zu stark auf Bankkredite

Frankfurt - Nach Ansicht von Deutsche-Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch sollten europäische Unternehmen ihre Abhängigkeit von Bankkrediten verringern. "Es spricht einiges dafür, dass die Fremdkapitalfinanzierung in Europa über ein gesundes Maß hinausgewachsen ist", schrieb Buch in einem Gastbeitrag im "Handelsblatt" (Dienstag). Beleg dafür sei der hohe Anteil notleidender Kredite in den Bankbilanzen.

Fremdkapital sei zudem viel anfälliger für grenzüberschreitende Kapitalflucht im Euroraum als eine Finanzierung über Eigenkapital. Im Unterschied zu den USA, wo die Börse eine viel stärkere Rolle spielt, finanzieren sich in Europa Unternehmen immer noch in hohen Umfang über Bankkredite.

Volkswirtschaften mit größeren Bankensystemen würden zwar zunächst schneller wachsen. "Es gibt jedoch einen Wendepunkt, an dem ein weiteres Wachstum der Finanzbranche das Wirtschaftswachstum nicht mehr vorantreibt, sondern hemmt", schrieb Buch. Nach Ansicht der Bundesbank-Vizepräsidentin verstärkt ein höherer Anteil von Fremdkapital zudem konjunkturelle Schwankungen. Für eine bessere Verteilung der Risiken zwischen Ländern sorgten grenzüberschreitende Beteiligungen. Insbesondere in der Währungsunion wäre das wichtig: Denn hier fehlt laut Buch der Wechselkurs, um wirtschaftliche Schocks in einzelnen Ländern aufzufangen.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

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Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

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USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

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BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen