Deutsche Bundesbank: Europas Firmen setzen zu stark auf Bankkredite

Frankfurt - Nach Ansicht von Deutsche-Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch sollten europäische Unternehmen ihre Abhängigkeit von Bankkrediten verringern. "Es spricht einiges dafür, dass die Fremdkapitalfinanzierung in Europa über ein gesundes Maß hinausgewachsen ist", schrieb Buch in einem Gastbeitrag im "Handelsblatt" (Dienstag). Beleg dafür sei der hohe Anteil notleidender Kredite in den Bankbilanzen.

Fremdkapital sei zudem viel anfälliger für grenzüberschreitende Kapitalflucht im Euroraum als eine Finanzierung über Eigenkapital. Im Unterschied zu den USA, wo die Börse eine viel stärkere Rolle spielt, finanzieren sich in Europa Unternehmen immer noch in hohen Umfang über Bankkredite.

Volkswirtschaften mit größeren Bankensystemen würden zwar zunächst schneller wachsen. "Es gibt jedoch einen Wendepunkt, an dem ein weiteres Wachstum der Finanzbranche das Wirtschaftswachstum nicht mehr vorantreibt, sondern hemmt", schrieb Buch. Nach Ansicht der Bundesbank-Vizepräsidentin verstärkt ein höherer Anteil von Fremdkapital zudem konjunkturelle Schwankungen. Für eine bessere Verteilung der Risiken zwischen Ländern sorgten grenzüberschreitende Beteiligungen. Insbesondere in der Währungsunion wäre das wichtig: Denn hier fehlt laut Buch der Wechselkurs, um wirtschaftliche Schocks in einzelnen Ländern aufzufangen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte