Deutsche Bundesbank: Rascher Abschluss von Basel-III-Reform kein Muss

Frankfurt (APA/Reuters) - Im Ringen um die Reform der weltweiten Kapitalvorschriften für Geldhäuser besteht laut Deutscher Bundesbank kein Zwang zu einer raschen Einigung. "Ein Abschluss der Verhandlungen noch während der deutschen G-20-Präsidentschaft wäre zu begrüßen, ist aber kein Muss," erklärte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret am Freitag in Frankfurt. Die Notenbank setze sich für einen erfolgreichen Abschluss ein.

Deutschland steht seit dem 1. Dezember 2016 der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer vor. Am 1. Dezember 2017 übernimmt Argentinien den Vorsitz.

Das Verhandlungen zur Basel-III-Reform ziehen sich schon seit langem hin. Hauptstreitpunkt blieb bis zuletzt die Frage, inwieweit Großbanken die Risiken in ihren Bilanzen mit eigenen internen Modellen herunterrechnen dürfen, um Kapital zu sparen. Europas Institute befürchten, dass ihr Eigenkapitalbedarf stark anschwellen wird, wenn sie hierfür nur wenig Spielraum erhalten. Umstritten ist insbesondere ein Vorschlag, dass der nach internen Modellen errechnete Kapitalbedarf nicht unterhalb von 75 Prozent des nach einem Standard-Modell ermittelten Werts fallen sollte.

Experten halten es für möglich, dass nächste Woche in Washington wichtige Weichen für das Reformvorhaben gestellt werden. Dort findet vom 10. bis 15. Oktober das Jahrestreffen von IWF und Weltbank statt.

In der schwierigen Debatte um eine stärkere Beteiligung von Schwellenländern am Internationalen Währungsfonds (IWF ) sieht Dombret vor allem die USA am Zug. Letztlich wäre eine Quotenerhöhung notwendig und die USA besitzen in dieser Frage eine Sperrminorität. "Daher ist ein frühzeitiges Signal der USA, ob sie einer Quotenerhöhung zustimmen, für eine konstruktive Fortsetzung der Diskussion wichtig," erklärte Dombret. Aus seiner Sicht besitzt der IWF aktuell ausreichend Finanzmittel. "Nun geht es um eine sorgfältige Prüfung des künftigen Finanzbedarfs des Fonds."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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