Deutsche Börse will Garantien für Finanzplatz Frankfurt geben

Die Deutsche Börse wirbt mit Garantien für den Finanzplatz Frankfurt beim Land Hessen um die Zustimmung zur geplanten Fusion mit der Londoner Börse. "Wir sind im Gespräch, sehr detailliert", sagte Vorstandschef Carsten Kengeter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitag).

Die hessische Landesregierung ist bisher skeptisch, ob der Sitz der geplanten europäischen Superbörse in London genehmigungsfähig ist. Der zuständige Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) könnte daher den Zusammenschluss untersagen.
"Wir sind uns einig, dass wir den Finanzplatz Frankfurt fördern wollen, dass zum Beispiel die Fin-Techs hier wachsen", sagte Kengeter. "Es wird dann sicherlich auch die ein oder andere Versicherung unsererseits geben, dass wir das auch so machen." Die Vorteile einer engen Anbindung an die Europäischen Zentralbank (EZB) und die Bundesbank dürften auch die Aktionäre eines kombinierten Konzerns so sehen. "Es wäre unlogisch, etwas anderes als ein starkes Standbein in Frankfurt zu wollen."
Am Mittwoch hatten die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) ihre Fusionspläne offiziell gemacht. Dadurch soll der nach Umsatz größte Börsenbetreiber der Welt entstehen. Angestrebt ist, dass nach dem Umtausch der Aktien die Anteilseigner der Deutschen Börse mit 54,4 Prozent eine Mehrheit an der fusionierten Börse halten. Die gemeinsame Holding soll allerdings ihren Sitz in London haben. Kengeter ist als künftiger Vorstandschef vorgesehen. Beide Seiten hoffen, den Zusammenschluss bis Ende dieses Jahres oder Anfang 2017 über die Bühne zu bringen. Zuvor müssen neben den Aktionären zahlreiche Behörden zustimmen.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort