Deutsche-Börse-Aufsichtsratschef Faber erwägt vorzeitigen Rückzug

Frankfurt (APA/dpa/Reuters) - Der nach dem Horrorjahr 2017 unter Druck stehende Aufsichtsratschef der Deutschen Börse, Joachim Faber, hat seinen mittelfristigen Rückzug von der Spitze des Kontrollgremiums angekündigt.

Er werde zwar für weitere drei Jahre als Aufsichtsratschef kandidieren, sagte er auf der Hauptversammlung des Konzerns am Mittwoch in Frankfurt. "Ich möchte mir allerdings vorbehalten, einen Übergang im Vorsitz des Aufsichtsrats im Laufe der neuen Wahlperiode vorzubereiten." Ein Zeitpunkt dafür sei heute nicht absehbar.

Das Krisenjahr 2017 hatte Faber in die Kritik gebracht. Der geplante Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE scheiterte auch deshalb, weil den Verantwortlichen der Deutschen Börse ein Plan B für den Fall des Brexit zu fehlen schien. Zudem brachte der Aufsichtsrat unter Fabers Vorsitz ein auf den inzwischen zurückgetretenen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter zugeschnittenes Vergütungsprogramm auf den Weg, das bis heute die Staatsanwaltschaft Frankfurt beschäftigt.

Einige Investoren der Börse und Stimmrechtsberater hatten zuletzt gefordert, Faber - dem viele eine Mitschuld für die Insideraffäre um Kengeter geben - müsse spätestens nach einem weiteren Jahr an der Spitze des Aufsichtsrats seinen Hut nehmen. Sie kritisieren, Faber habe zu lange an Kengeter festgehalten.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen