Deutsche Baubranche weiterhin mit Schwung - Umsatzplus im Wohnungsbau

Trotz einer leichten Abschwächung bei den Auftragseingängen hat die deutsche Bauwirtschaft im Februar ihren guten Jahresstart fortgesetzt. Der Wert der neuen Bestellungen lag um 17,5 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete.

Lediglich im Vergleich zum Rekord-Jänner fiel der Auftragseingang im Februar leicht um 1,5 Prozent ab, wenn man die Orderwerte um Saison-, Kalender- und Preiseinflüsse bereinigt. Der Februar 2016 war damit nach dem Jänner immer noch der zweitbeste Monat seit April 2002.

Auch im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich stellten die Statistiker für den Zeitraum Dezember, Jänner und Februar beim Wert der neuen Aufträge einen deutlichen Anstieg von 10,5 Prozent gegenüber der Vorperiode fest. Klar zeigt sich der vom milden Winter begünstigte Frühstart auch beim Umsatz, der mit 3,9 Mrd. Euro um 12,3 Prozent höher lag als im Februar 2015. Ein höherer Februar-Umsatz war zuletzt im Jahr 2000 gemeldet worden.

Vor allem der dringend benötigte Wohnungsbau boomt: Die Betriebe meldeten für den Februar ein Jahresplus von 21,6 Prozent. Besonders viele neue Aufträge hat es zu Jahresbeginn von der öffentlichen Hand gegeben. Das Orderplus betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 27,9 Prozent, wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie berichtete.

Die Industrie erwartet, dass sich der Aufschwung in den kommenden Monaten fortsetzt. Derzeit seien die Betriebe mit Aufträgen im Voraus ausgelastet, damit aber noch nicht an ihrer Kapazitätsgrenze. Wegen der gestiegenen Nachfrage werde investiert, und zusätzliche Leute würden eingestellt, erklärte der Verband.

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt will die günstige Konjunktur nutzen, um deutliche Einkommenszuwächse für die rund 785.000 Baubeschäftigten durchzusetzen. In Wiesbaden traten die Tarifpartner am Montagmorgen zur dritten Verhandlungsrunde an.

Die IG BAU verlangt für eine Laufzeit von zwölf Monaten eine Einkommenssteigerung von 5,9 Prozent. Die Arbeitgeber haben für den doppelt so langen Zeitraum 1,3 Prozent Plus im Westen und 2,0 Prozent im Osten angeboten. Ein Kompromiss zeichnete sich am Vormittag zunächst nicht ab.

San Diego (Kalifornien) (APA/dpa) - Im Bemühen um mehr Sicherheit bei autonom fahrenden Autos fordert der Chiphersteller Qualcomm klare Vorgaben der Politik an Autobauer und Zulieferer. Dabei gehe es um den Einsatz von Technologien, damit Fahrzeuge verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren können.
 

Newsticker

Qualcomm-Vorstand: Politik muss Vorgaben machen für autonomes Fahren

Wien/Wels (APA) - KTM-Chef Stefan Pierer wird erneut ein freiwilliges Übernahmeangebot für den börsennotierten deutschen Autozulieferer SHW AG legen. Pierer ist bereits Hauptaktionär des Unternehmens. Das Erwerbsangebot an die SHW-Aktionäre diene dem strategischen Ausbau der bestehenden Beteiligung von 49,38 auf bis zu 75,1 Prozent, teilte die zur Pierer Industries AG zählende SHW Beteiligungs GmbH am Montag mit.
 

Newsticker

KTM mit neuem Übernahmeangebot für deutsche SHW

Frankfurt (APA/Reuters) - Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret warnt vor einem Deregulierungswettlauf mit Großbritannien nach dem Brexit. "Manche britischen Politiker rechnen sich ja Vorteile im Wettbewerb der Finanzplätze aus. Einen Deregulierungswettbewerb hielte ich aber für äußerst gefährlich", sagte Dombret im Interview mit "Welt" (Montagausgabe) laut Vorabbericht.
 

Newsticker

Bundesbanker warnt vor Deregulierungswettlauf nach dem Brexit