Deutsche Banken unter Druck

Die deutschen Geldhäuser stehen unter Druck: Sie müssen sparen und Filialen schließen. Der Bankenverband BdB sieht wegen Niedrigzinsen starken Kostendruck. Der deutsche Bankenverband glaubt sieht nur mehr wenig Chancen auf ein ertragsreiches Bankgeschäft in Deutschland.

Berlin Die deutschen Privatbanken wollen wegen niedriger Zinsen und starker Regulierung die Kosten senken und Filialen schließen. "In Deutschland wird es zunehmend schwieriger, ertragsreiches Bankgeschäft zu gestalten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands BdB, Michael Kemmer, am Mittwoch in Berlin.

Es sei absolut notwendig, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder zu stärken, sagte Kemmer. Weil auf der Ertragsseite angesichts der Zinsflaute kaum noch etwas zu holen sei, müssten die Institute an der Kostenschraube drehen. "Es wird Filialschließungen geben", machte Kemmer deutlich. Der Sparzwang bleibe auf absehbare Zeit hoch. "2016 wird sehr herausfordernd und die nächsten Jahre auch."

Auch Deutschlands oberster Finanzaufseher hat die Banken dazu gedrängt, Kosten zu straffen und sich neue Ertragsquellen zu suchen. "Nichts zu tun und nur zu warten, bis sich das Schreckgespenst Niedrigzins verzogen hat, wäre - für einige Institute zumindest - Selbstmord auf Raten", hatte der Präsident der Finanzaufsicht BaFin, Felix Hufeld, am Dienstag gesagt.

Die Privatbanken sorgen sich auch um zu viel Regulierung, die vor allem kleinere Institute überfordern könnte. Zudem spüren die Geldhäuser den Konkurrenzdruck junger Start-ups aus der Internetwelt, die herkömmlichen Banken mit neuen IT-Lösungen und Geschäftsmodellen und herausfordern. Diese FinTechs konzentrierten sich oft nur auf einzelne Finanzdienstleistungen, sagte Kemmer, betonte aber: "Sie suchen sich blöderweise aus der Wertschöpfungskette häufig die Dinge raus, die am lukrativsten sind."

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) lehnt strengere Kapitalregeln für die weltgrößten Geldhäuser ab. "Wir halten wenig davon", sagte Kemmer zu jüngsten Ankündigungen des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht. "Wir sind überhaupt kein Fan der Leverage Ratio." Für die 30 global systemrelevanten Geldhäuser, darunter die Deutsche Bank, hatte das Führungsorgan des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht am Montag eine höhere Verschuldungsquote (Leverage Ratio) in Aussicht gestellt. Dieses Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme soll bei den meisten Instituten mindestens drei Prozent betragen, für die größten Banken soll es "zusätzliche Anforderungen" geben.

Die Verschuldungsquote ist - im Gegensatz zur harten Kernkapitalquote (CET1) - unabhängig vom Risikogehalt der Bankgeschäfte. Kemmer kritisierte, dies verleite Geldhäuser dazu, in risikoträchtiges Geschäft zu investieren. "Die drei Prozent sind absolut ausreichend", sagte er.

Wien (APA) - Der frühere Obmann des Rings freiheitlicher Studenten (RFS), Alexander Schierhuber, wird per 1. Juni einer von vier Geschäftsführern der Breitspur Planungsgesellschaft mbH. Einen entsprechenden Online-Bericht der "Presse" bestätigte das von Norbert Hofer (FPÖ) geführte Infrastrukturministerium auf APA-Anfrage. Schierhuber ist schlagender Burschenschafter beim Akademischen Corps Saxonia zu Wien.
 

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Ex-RFS-Chef Schierhuber wird Breitspurbahnplanungs-Geschäftsführer

Auburn Hills (Michigan) (APA/dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler hat in den USA rund 4,8 Millionen Autos wegen Softwareproblemen zurückgerufen. Konkret gehe es um mögliche Fehlfunktionen im Zusammenhang mit den Geschwindigkeitsreglern, die behoben werden müssten, teilte das Unternehmen am Freitag in Auburn Hills mit. Betroffen seien unter anderem Fahrzeuge der Marken Chrysler Sedan, Cherokee und Ram Pickups.
 

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Softwareprobleme: Fiat Chrysler ruft in den USA 4,8 Mio. Autos zurück

Brüssel (APA/dpa) - In Europa gelten seit Freitag einheitliche Datenschutzregeln. Nach zweijähriger Übergangsfrist ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun in allen 28 EU-Staaten in Kraft getreten. Sie setze "einen weltweiten Datenschutz-Standard, und darauf können wir alle stolz sein", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourová am Freitag in Brüssel. "Sie bringt konkreten Nutzen für Bürger ebenso wie für Unternehmen."
 

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DSGVO verbessert Datenschutz - Erste Beschwerden gegen US-Konzerne