Deutsche Bank zieht sich aus weiteren Steueroasen zurück

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bank hat weitere Tochtergesellschaften in sogenannten Steueroasen verkauft. Wie der Käufer, das auf den Bermudas ansässige Finanzinstitut N.T. Butterfield & Son, am Donnerstag mitteilte, geht es um das von der Deutschen Bank bisher für wohlhabende Privatkunden auf den Cayman-Inseln und den beiden Kanal-Inseln Jersey und Guernsey unterhalte Bank- und Wertpapierverwahrgeschäft.

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die 120 betroffenen Mitarbeiter der Deutschen Bank will Butterfield großteils weiterbeschäftigen.

Das größte deutsche Geldhaus will sich schrittweise aus einem Teil von als Steueroasen geltenden Ländern zurückziehen. Bereits 2017 hatte die Bank einen Teil ihres Geschäfts mit sogenannten "Trusts" an Butterfield verkauft - etwa 900 Trusts für rund 1.000 reiche Privatkunden, verwaltet auf den Cayman Inseln, auf Guernsey und Mauritius, in der Schweiz und dem Stadtstaat Singapur. Trusts sind nach angelsächsischem Recht erlaubte Firmenkonstruktionen, die oft eingesetzt werden, um große Vermögen zu verwalten und dabei Steuern zu sparen.

Butterfield ist seit mehr als einem halben Jahrhundert in Offshore-Steuergebieten wie den Caymans oder den Kanalinseln tätig. Auf diesen haben sich wegen der laxen Steuergesetze zahlreiche Vermögensverwalter, Hedgefonds, Banken und andere Spieler der Finanzwirtschaft angesiedelt. Der Politik ist das schon seit Jahren ein Dorn im Auge.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch