Deutsche-Bank-Vorstand will nur Postbank verkaufen

Frankfurt - Der Vorstand der Deutschen Bank will sich nicht vom gesamten Privatkundengeschäft trennen. Nur die auf das Massengeschäft spezialisierte Postbank soll verkauft werden, berichtete das Magazin "Der Spiegel" am Freitag ohne Angabe von Quellen.

"Ein alternatives Modell, das eine Abspaltung des kompletten Privatkundengeschäfts vorsieht, fand in dem Gremium offenbar keine ausreichende Unterstützung", hieß es in dem Bericht. Die eigenen Filialen unter der Marke Deutsche Bank blieben demzufolge Teil des Konzerns. Bisher galt das Thema im Vorstand als umstritten.

Das Dementi ließ nicht lange auf sich warten. "Berichte, wonach der Vorstand eine Entscheidung getroffen habe, sind nicht zutreffend", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank am Freitag. Das Gremium beschäftige sich "mit einer Reihe von Optionen im Rahmen des laufenden Prozesses der Strategieüberprüfung", erklärte er.

Nach dem bevorzugten Konzept sollten laut "Spiegel" aber auch im verbleibenden Privatkundengeschäft Filialen geschlossen und ein Teil der Auslandsaktivitäten aufgegeben werden, berichtete "Der Spiegel". Das Investmentbanking solle leicht schrumpfen - um etwa 150 Mrd. Euro. In der Bank sollten zudem die Kosten gesenkt werden.

Finanzkreisen zufolge wird die Entscheidung allerdings schon am 24. April fallen. Dann hat Aufsichtsratschef Paul Achleitner zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung geladen. Ein Vorschlag des Vorstands müsste auch dort Zustimmung finden. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat bevorzugen bisher eine Komplett-Abspaltung der Privatkundensparte, weil sie in diesem Szenario geringere Arbeitsplatzverluste erwarten als bei einer Trennung von der Postbank.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

Newsticker

Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

Newsticker

USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

Newsticker

BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen