Deutsche Bank überwacht Einhaltung von Regeln mit mehr Mitarbeitern

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutsche Bank will als Lehre aus teuren Rechtsstreitigkeiten künftig mit noch mehr Mitarbeitern die Einhaltung von Regeln überwachen. "In den Bereichen Regulierung, Compliance und Kampf gegen die Finanzkriminalität haben wir derzeit etwa 2.600 Mitarbeiter. Ende des Jahres dürften es 3.000 sein", sagte Regulierungsvorstand Sylvie Matherat den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Freitag).

Die Französin hatte den Vorstandsposten 2015 übernommen. Damals arbeiteten in den von ihr genannten Bereichen des größten deutschen Geldhauses weniger als 2.000 Beschäftigte.

Die Deutsche Bank hatte etliche Geschäfte aus den Zeiten vor der jüngsten Finanzkrise im Nachhinein teuer bezahlen müssen. "Wir haben die überwiegende Mehrheit der größten und wichtigsten Fälle abgeschlossen. Und das, obwohl wir beim Abarbeiten auf den Zeitplan der Behörden angewiesen sind, vor allem in den USA", sagte Matherat. "Gleichzeitig haben wir die internen Kontrollen erheblich ausgebaut, damit sich solche Fälle nicht wiederholen."

Sie zeigte sich überzeugt: "Es gibt bei den Mitarbeitern ein viel größeres Bewusstsein, was man machen darf und sollte und was nicht." Die Arbeit der Investmentbanker sei "zu einem ziemlich normalen Job geworden - manche würden überspitzt sogar langweilig sagen".

Ziel des Vorstands sei, die Bank wieder zu nachhaltigem Wachstum zu führen, bekräftigte Matherat: "Wir wollen nicht wieder zurück zu den Zeiten, als wir kurzfristig hohe Gewinne erzielt haben, aber Jahre später hohe Strafen zahlen mussten. Wir müssen dafür sorgen, dass die Gewinne von heute nicht die Rückstellungen von morgen sind."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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