Deutsche Bank entscheidet bald über künftigen Kurs

Frankfurt - Bei der Deutschen Bank fällt voraussichtlich in der nächsten Woche die Grundsatzentscheidung über den künftigen Kurs. Für den 24. April ist eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats angesetzt, wie am Dienstag aus Finanzkreisen verlautete. Der Vorstand wolle dann sein bevorzugtes Modell für die neue Strategie von Deutschlands größtem Geldhaus vorstellen.

Damit wurden Informationen des "Handelsblatts" bestätigt. Falls mögliche Nachfragen und Bedenken des Kontrollgremiums rechtzeitig geklärt seien, wolle die Führungsspitze des Dax-Konzerns die Strategie am 29. April zeitgleich mit der Präsentation der Zahlen des ersten Quartals verkünden, schrieb die Zeitung (Dienstag). Einen Tag zuvor beginnt in München der Prozess gegen Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen und vier Ex-Manager der Bank wegen versuchten Prozessbetrugs im Kirch-Verfahren.

Eine offizielle Bestätigung für den Zeitplan gab es zunächst nicht. Ein Sprecher der Deutschen Bank bekräftigte auf Anfrage am Dienstag lediglich frühere Aussagen: Das Institut überprüfe derzeit seine Strategie und werde Ergebnisse im zweiten Quartal bekanntgeben.

Seit Monaten wird in der Frankfurter Konzernzentrale um den richtigen Kurs gerungen. Dabei soll ohne Tabus geprüft werden, auf welche Geschäfte sich die Bank künftig konzentriert und was angesichts schwacher Gewinne sowie immer strengerer Regeln und Kapitalanforderungen nicht mehr gemacht wird. Einschnitte im Privatkundengeschäft gelten als wahrscheinlich, seit Monaten wird über die Zukunft der Tochter Postbank spekuliert.

Auf dem Tisch liegt dem Vernehmen nach ein Modell zur Aufspaltung der Deutschen Bank in eine Unternehmerbank und eine Privatkundenbank. Aber auch ein umfassendes Sparprogramm mit einem Verkauf der Postbank über die Börse gilt als aussichtsreiche Variante. Intern gibt es offenbar bisher für keine der Optionen eine Mehrheit.

"Vorstand und Aufsichtsrat sind in intensiven Diskussionsprozessen", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di, die mehrere Mitglieder im Aufsichtsrat der Bank stellt. "Wir als Arbeitnehmervertreter werden auf eine Lösung hinwirken, die für alle Beschäftigten im Deutsche-Bank-Konzern die besten Entwicklungen bietet."

Thessaloniki (APA/dpa) - Griechenland, Mazedonien und Serbien wollen das Mittelmeer mit der Donau verbinden und dafür einen Kanal bauen. Sollte dieser Plan umgesetzt werden, wäre dies eines der längsten Kanäle Europas. Das berichteten am Mittwoch zahlreiche griechische Medien unter Berufung auf den Bürgermeister der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki, Giannis Boutaris.
 

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Gigantischer Kanal soll die Donau mit dem Mittelmeer verbinden

Wien/Graz (APA) - Im Vorstand der Styria Media Group AG gibt es einen Wechsel. Klaus Schweighofers Vertrag läuft mit Jahresende aus, an seiner Stelle folgt Bernard Kiener, zuletzt Geschäftsführer der Ventrex Automotive GmbH, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Schweighofer wird mit Jänner 2018 Geschäftsführer der Styria Media International GmbH.
 

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Bernhard Kiener neu im Styria-Aufsichtsrat

Berlin/Frankfurt/Schwechat (APA/Reuters) - Die EU-Kommission sieht einem Insider zufolge die Übernahme der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki durch die deutsche Lufthansa weiter skeptisch. Auch nach Zugeständnissen von Lufthansa und der Reaktion der Konkurrenten auf die Vorschläge stehe der Deal "auf des Messers Schneide", erfuhr Reuters am Mittwoch von einer Person, die mit der Situation vertraut ist.
 

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Insider: EU sieht Lufthansa Niki-Übernahme weiter skeptisch