Deutsche Bank: EZB-Anleihen-Käufe werden Gewinn-Margen drücken

Davos - Das erwartete Anleihen-Kaufprogramm der EZB wird nach Ansicht der Deutschen Bank tiefgreifende Auswirkungen für die europäischen Geldhäuser mit sich bringen. Ein breit angelegter Kauf von Staatsanleihen und anderen Bonds (QE) werde die Stabilität in Europa erhöhen, sagte Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Es werde weniger Insolvenzen geben, die Geldhäuser müssten weniger Geld für ausfallgefährdete Kredite zurücklegen. "Das sollte positiv für die Banken sein", erklärte Jain. Auf der anderen Seite bedeutete QE aber auch sehr niedrige Zinsen. Die Zinsmargen der Banken würden deshalb weiter "zerstört, was natürlich eine große Herausforderung sein wird", sagte Jain. "Die besten Teile unseres Geschäfts, das Einlagengeschäft und der Handel, werden alle in Mitleidenschaft gezogen."

Die EZB entscheidet am Donnerstag auf ihrer Zinssitzung über den massenhaften Kauf von Staatsanleihen und anderen Bonds. Damit soll ein Abgleiten der Wirtschaft der Eurozone in eine langanhaltende Schwächephase verhindert werden. Der Markt erwarte ein Ankaufprogramm mit einem Volumen von 750 Mrd. Euro, sagte Jain. 500 Mrd. Euro wäre für den Markt eine Enttäuschung, eine Billion wäre eine positive Überraschung.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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