Deutsche Bank sieht Ende der Prozesswelle kommen

Die Deutsche Bank erwartet ein Abebben der Prozessflut gegen das Unternehmen in den nächsten Monaten. "Wir haben bereits viel geschafft. Bis Jahresende wollen wir wichtige Verfahren abschließen", sagte Co-Bankchef Jürgen Fitschen in einem am Mittwoch veröffentlichten "Bild"-Interview. Das Geldhaus müsse "alles versuchen, solche Verfahren künftig zu vermeiden".

Insgesamt sieht Fitschen die Bank nach den zahlreichen Prozessen und dem Milliardenverlust 2015 auf gutem Kurs: "Wir machen jeden Tag Fortschritte", sagte der im Mai aus dem Amt scheidende Manager. "Wir sind auf einem guten Weg." Das Institut hatte erst kürzlich in den USA Rechtsstreitigkeiten wegen des Vorwurfs der Manipulation des Gold- und des Silberpreises beigelegt.

Fitschen selbst wurde am Montag gemeinsam mit seinen Vorgängern Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weiteren Ex-Vorständen im jahrelangen Streit über die Pleite der Kirch-Mediengruppe vom Vorwurf des versuchten Betrugs freigesprochen.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder